„Gute Selbstführung als zentraler Treiber für die eigene Resilienz?“

Du möchtest dich in Krisen bewusst steuern, Stress aktiv bewältigen und psychische Widerstandskraft aufbauen? Dann arbeite an deiner Beziehung zu dir selbst!

  • Warum ist vielen von uns eine gute Beziehung zu uns selbst abhanden gekommen?
  • Warum sind manche selbstbewusst und andere nicht? 
  • Wieso warten wir darauf, dass „es“ besser wird, statt selbstwirksam Einfluss zu nehmen?

Beeinflusst Selbstführung unsere Resilienz?

Eine gute Selbstführung ist die „Wurzel“ guter Resilienz, da sie den Übergang von einer passiven Opferhaltung zu einer aktiven, eigenverantwortlichen Lebensgestaltung ermöglicht.

Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstvertrauen bilden das Fundament für eine gute Selbstführung. Diese Begrifflichkeiten verbinden eine wertschätzende Haltung gegenüber sich selbst. Sie ermöglichen es, das eigene Denken, Fühlen und Handeln bewusst zu steuern.

Wie sehr wir uns mögen beginnt schon in der Kindheit.
👉🏼 Kindern, denen das Gefühl gegeben wird ihrer selbst willen geliebt zu werden, sind leichter von ihrem eigenen (Selbst)Wert überzeugt, als jene, die nur durch Leistung oder Wohlverhalten Anerkennung und Liebe bekamen.
👉🏼 Das ist der Grund, warum Menschen ihren Selbstwert viel zu häufig an der äußeren Umgebung festmachen: Wir schließen aus dem Feedback und Reaktionen anderer, wie wir sind. Damit machen wir unser Wohlbefinden von der Beurteilung anderer abhängig. Dabei sollte die Überzeugung von innen kommen. Es sollte unsere Entscheidung sein, wie wertvoll wir uns erachten und wie zufrieden wir mit uns sind
👉🏼 Und die Kinder, denen man etwas zugetraut hat, haben im Erwachsenenalter ein größeres Selbstvertrauen. Sie durften ihre eigenen Erfahrungen machen und konnten dadurch besser ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, einschätzen und selbstwirksam einbringen. Das hilft Herausforderungen zu meistern und Krisen aktiv zu gestalten.

Mangelndes Selbstvertrauen ist gekennzeichnet durch

  • mangelnde Kritikfähigkeit
  • Neid auf den Erfolg anderer
  • Vergleich mit anderen
  • Komplimente werden heruntergespielt
  • Erfolge werden als Glücksache empfunden
  • Misserfolge sind immer die eigene Unfähigkeit
  • Auseinandersetzungen werden vermieden und
  • andere Meinungen werden als persönlicher Angriff empfunden.

Der Unterschied zwischen Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

SELBST-WERT

Sich seiner selbst wert sein:
Das ist die emotionale Komponente: Ein stabiler Selbstwert (sich positiv annehmen, unabhängig von Leistung) verhindert, dass man bei Fehlern in Krisen verfällt. Er erlaubt, Verantwortung zu übernehmen, ohne Angst zu haben, bei Scheitern wertlos zu sein.

SELBST-VERTRAUEN

Auf das eigene Können vertrauen:
Dies bezieht sich auf die Überzeugung, Herausforderungen und Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen zu können. Es ist der „Motor“ der Handlung, der nötig ist, um Entscheidungen zu treffen und ins Tun zu kommen.

SELBST-BEWUSSTSEIN

Sich seiner selbst bewusst sein:
Es bedeutet, die eigenen Stärken, Schwächen, Emotionen, Werte und Motive zu kennen. Ohne dieses Wissen ist keine zielgerichtete Selbstführung möglich, da man nicht weiß, wie man sich steuern soll.

Was unterscheidet resiliente Menschen von anderen?

Resilienz ist unser mentales Immunsystem. Resiliente Menschen haben eine gute Selbstwahrnehmung, schätzen sich selbst, vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und können sich dadurch flexibel verhalten. Sie sind weder unfehlbar, noch perfekt. Ganz im Gegenteil, gerade die Erkenntnis ‚keiner ist perfekt‘  bringt ihnen Gelassenheit und Handlungsfähigkeit. Nach einem Tief/Fehler nicht frustriert und handlungsunfähig sein, sondern optimistisch in die Zukunft schauen und eine Niederlage als Chance ergreifen. 

Im Begriff „Selbstvertrauen“ steckt das Wort „Vertrauen“. Vertrauen ist einer von vielen Werten. Werte wiederum geben vor, wohin wir uns bewegen und ob wir uns überhaupt verhalten, denn dafür wenden wir Zeit, Ressourcen und Energie auf. Hast du kein Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten, wie können dann andere Vertrauen in dich setzen? Das wiederum ist wichtig für die Beziehung zu Menschen – egal ob im Teamwork, der Führung von Menschen oder in Freund- und Partnerschaften.

Wie kann an guter Selbstführung gearbeitet werden?

Wie programmiert man sich neu und schafft ein neues Mindset, wenn man nicht das Glück hatte, in der Kindheit resilientes Verhalten aufzubauen?

Erfolgreiche Selbstführung ist die Anwendung der 3 Faktoren, um sich selbst „im Griff“ zu haben.:
Selbstbewusstsein liefert die Klarheit
Selbstwert die Stabilität
Selbstvertrauen die Handlungskraft

Das Verstehen, Erlernen und Anwenden der 7 Säulen der Resilienz ist deshalb entscheidend für die Selbstführung. Denn Resilienz ist das Betriebssystem der Seele, das dich in Krisen und unter Stress handlungsfähig hält:
Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung sind die reaktiven Säulen, die entscheidend sind, wie du auf Druck reagierst.
Verlassen der Opferrolle, Verantwortung übernehmen, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung sind die aktiven Säulen, die entscheidend sind, wie du dein Leben gestaltest.


Wie kann ich helfen?

Ich agiere als Sparringpartner für deine persönlichen Herausforderungen, coache dich in deiner Veränderungsarbeit und trainiere deine Haltung für resilienteres Verhalten.
Wir finden wir heraus, wo wir ansetzen können, damit du resiliente Verhaltensweisen im Alltag für dich aktivieren und nutzen kannst.
Als Ergebnis unserer Zusammenarbeit wird dein Alltag, beruflich wie privat, leichter werden. Mit einer neuen Selbstsicherheit wirst du Ziele definieren und auch erreichen.

Lass dich unterstützen auf dem Weg von der Theorie in die Praxis.

„Wie verhinderst du Burnout?“

Die Ursache von Burnout ist NICHT der Job! Es sind die eigenen Verhaltensmuster, mit denen Menschen Nähe und Distanz signalisieren. Auch dann, wenn systemische oder organisationale Probleme im Unternehmen vorliegen.

Letztens behauptete ein Bekannter, die Zukunft von Coaches sei rosig. Seiner Meinung nach steigt die Nachfrage nach Coaching sowohl privat als auch von Unternehmen immer mehr. Seine Tochter studiere Psychologie und die Zahl psychisch erkrankter Menschen nähme auch rasant zu.
Beides stimmt. Unterscheiden muss man natürlich, ob Menschen psychisch erkrankt sind und therapeutische Unterstützung brauchen oder ob sie Anzeichen mentaler Erschöpfung zeigen und mit einem Coaching sich selbst helfen können. Fakt ist, in Deutschland sprechen Menschen leider immer noch nicht gern darüber, dass sie therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen oder mit einem Coach zusammenarbeiten . 

Laut dem Magazin Spiegel raten selbst Ärzte in Deutschland ihren Patienten davon ab, ihre psychische Krankheit öffentlich zu machen, denn für viele Chefs und Kolleg:innen gilt die betroffene Person als nicht belastbar und labil, einhergehend mit geringeren Chancen auf eine Beförderung.

Was ist eigentlich ein Burnout?

Unter dem Burnout Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit. Beim Burnout steht im Mittelpunkt, woher die Erschöpfung kommt. Während eine Depression auch kontextfrei diagnostiziert werden kann. Menschen, die zu Perfektionismus neigen und besonders hohe Ansprüche an sich selbst stellen sowie Menschen, die über ein sehr geringes Selbstwertgefühl verfügen, neigen in der Regel eher dazu, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln.

Meine Coachees mit ersten Burnout-Symptomen …
– können „auf einmal“ nicht mehr schlafen
– leiden an Krankheiten, die sie sich nicht erklären können (Kopfschmerzen, Rückenleiden, Hautprobleme, …)
– haben immer öfter Konflikte mit Mitmenschen
– ziehen sich von ihrem privaten Umfeld zurück
– sind in ihrem Job unglücklich
– klagen über den Verlust sämtlicher Energie
– Freizeit, Urlaub, Nichtstun laden ihre „Akkus“ auch nicht mehr auf

Die Studie der DAK-Gesundheit zeigt: 2020 mussten so viele Berufstätige wie noch nie wegen Rückenschmerzen im Job passen, und psychische Störungen erreichten einen neuen Höchststand. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme in Deutschland hat sich laut Bundesarbeitsministerium zwischen 2007 und 2017 mehr als verdoppelt – von 48 auf 107 Millionen Fehltage pro Jahr.
Nach AOK-Daten hat sich wiederum die Zahl der Arbeitsausfälle wegen einer Burnout-Diagnose im letzten Jahrzehnt beinahe verdreifacht.

Frage ich meine Coachees, was ihrer Meinung nach die Ursachen sind, dass sie sich „ausgebrannt“ fühlen, höre ich in der Regel Antworten wie:
– Stress aufgrund hoher Verantwortung oder hohem Zeitdruck
– ungeregelte Arbeitszeiten und Überstunden
– ständige Erreichbarkeit aufgrund der digitalen Arbeitsweisen
– Mobbing (Probleme mit Vorgesetzten oder Kolleg:innen)
– ausbleibende Anerkennung durch Vorgesetzte
– Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes
– neuerdings auch coronabedingtes Arbeiten von zu Hause

Menschen mit Burnout können für sich und andere schlecht Grenzen setzen und sind sich oft selbst nicht wichtig genug. 

Wo psychisch stabile Menschen einfach „Nein“ sagen, sind sie unsicher. Sie machen alles, was man ihnen sagt und vergessen, sich selbst zu schützen. Auch bei meinen Coaching-Klient:innen wird der Wunsch nach Resilienz, also der inneren Stärke, immer lauter und ich stelle fest, dass das Burnout-Syndrom mit all seinen Vorstufen auf sämtlichen Hierarchiestufen in der Arbeitswelt stark vertreten ist. 


Burnout entsteht nicht ohne Grund! Es gibt verschiedene Ursachen!

An erster Stelle stehen folgende persönliche Eigenschaften, die uns in den Burnout treiben:

  • großer Ehrgeiz
  • Hang zum Perfektionismus
  • Neigung Stress herunterzuschlucken, da keine passende Strategie für die Stresssituationen gefunden wurde bzw. sich nicht die Zeit dafür genommen wurde
  • ausgeprägtes Helfer-Syndrom
  • Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen
  • fehlende Selbstführung (Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind schlecht ausgeprägt)

Menschen mit diesen Verhaltensprogrammen geht es darum, Wünsche und Erwartungen der Anderen zu erfüllen, denn sie möchten gefallen, gemocht werden und Konflikte vermeiden. Oftmals stellen sie aber auch an sich viel höhere Erwartungen als andere es tun. Sie genügen sich selbst nicht. Dabei erkennen sie dieses Muster nicht oder sie können es nicht ohne weiteres ablegen.
Auch wenn das auferlegte Arbeitspensum größer ist als sie erledigen können, lehnen sie nicht freundlich ab oder delegieren, sondern machen alles selbst. So lange, bis sie Fehler machen, die tatsächlich auf sie zurückfallen und sie an der Last zerbrechen. 
Burnout hat mehrere Einflussfaktoren und tritt durch Disblancen in 4 Bereichen auf
– Körper
– Geist
– Seele
– Soziales Gefüge
Wird nicht nur ein Bereich vernachlässigt, sondern mehrere, schwinden die Energien drastisch, da keine Kompensation mehr erfolgen kann bzw. nicht ausreicht.

Was unterscheidet also die Menschen, die unter gleichen Bedingungen kein Burnout entwickeln?

Solche Personen wissen wer sie sind, kennen ihren Selbstwert und sind selbstbewusst und selbstwirksam.
Entweder lösen sie sich schneller aus schlechten Arbeitsbedingungen oder sie gehen solche erst gar nicht ein. Mobbing ist kein Thema für sie, weil sie sich darauf nicht einlassen und erst gar nicht in die Opferrolle schlüpfen. Zeitdruck lassen sie nur soweit zu, dass ihr Wohlbefinden nicht darunter leidet. Sie ziehen ihre sozialen als auch persönlichen Distanzzonen anders

Hinter dem fehlenden Grenzziehen stehen massive Zweifel im Hinblick auf den eigenen Selbstwert: „Ich muss mich nützlich machen, funktionieren und alle an mich gestellten Aufgaben erledigen, denn sonst bekomme ich nicht die Zuwendung und die Anerkennung, die ich mir wünsche.“ In diese Spirale katapultieren sich die Betroffenen meist selbst, da sie mit sich selbst und ihrer Leistung selbst nie ausreichend zufrieden sind. Alles um sie herum ist wichtiger als sie selbst und die eigenen Bedürfnisse werden gar nicht mehr wahrgenommen. Das wohlgemerkt ist den vom Burnout Betroffenen allerdings nicht bewusst: sie sind von ihrem Unterbewusstsein gesteuert

Was ist die Ursache von geringem Selbstwert?

Es ist etwas ganz Verborgenes mit großer Macht und erst einmal unerklärlichem Einfluss. Es kommt eigentlich immer aus der Kindheit, wo es ganz wichtig war seiner selbst Willen geliebt zu werden, ohne die Verknüpfung an die Erwartungen der Eltern. Dem Bedürfnis Liebe und Sicherheit zu spüren, statt mit Leistung brillieren zu müssen. Zuwendung, Wertschätzung und Anerkennung lässt einen Menschen heranwachsen, der im Erwachsenenalter sich selbst mit Würde begegnen kann.

Hat man den auslösenden „Trigger“ (= Auslöser für ein Verhalten oder eine Empfindung
z.B. Angst, Enttäuschung, falscher Gehorsam, … ) für den Burnout erstmal ausfindig gemacht, gilt es darüber zu reden. Es sind nicht die vielen Gründe gemeint, die eigentlich nur das i-Tüpfelchen waren, auf die man den Burnout schieben kann (z.B. Schicksalsschläge wie Krankheit, Trennung, Unfall, allgemein große Verluste oder die Gesellschaft an sich bezüglich Leistungs- und Zeitdruck, Mobbing, schlechte Arbeitsbedingungen, etc.). Es spielt zunächst keine Rolle woher das kommt! Wichtig ist zu wissen, dass es so ist und sich eingestehen zu können, dass hier persönlicher Nachholbedarf ist.


Wie helfe ich als Coach Burnout zu verhindern?

Würde ich als Coach beginnen zu ergründen, warum zu wenig Selbstliebe und Selbstwert entwickelt wurde, könnte der Coachee schnell in die Opferrolle schlüpfen und andere Personen (meistens die Eltern oder im beruflichen Umfeld gerne auch Vorgesetzte) für seine Gedanken und das eigene Fühlen verantwortlich machen. Es würde ihm vielleicht die letzte Energie rauben, um an sich selbst etwas zu verändern. 

Stattdessen hilft es, den Blick nach vorn zu richten. Selbstliebe schenken und Grenzen setzen – sich selbst und anderen.
Deshalb arbeite ich als Coach mit meinen Coachees an folgenden Punkten: 

– eigene Reaktionen wahrzunehmen und sie zu steuern, statt nur impulsiv zu reagieren
– Automatismen aufdecken und mit besser tauglicheren Verhaltensmustern ersetzen
– Probleme aus mehreren Perspektiven sehen
– wieder Gefühle zulassen und Bedürfnisse spüren
– über Ängste sprechen und ihnen so die Macht nehmen
– sich selbst wieder mehr Respekt, Wertschätzung und Liebe zukommen lassen
– statt Hass und Wut zu leben, für einen konstruktiven Umgang mit Problemen zu sorgen
– Verantwortung übernehmen
– optimistische Zukunftslösungen suchen; Blockaden/Hindernisse aus dem Weg räumen
– Opferrolle verlassen und bewusst schwierige Entscheidungen treffen können
– sich seiner Werte bewusst sein für mehr Authentizität

Ich helfe meinen Coachees zu begreifen, dass es daran liegt WIE sie sich verhalten.
Ganz wichtig ist dabei die eigene Mitarbeit. Die Erwartung „repariere mich und optimiere mich“ führt ebenso wenig zur Besserung wie der Wunsch, dass andere sich verändern müssen, damit es der betroffenen Person besser geht.
Gemeinsam erarbeiten wir neue Wege und eine selbstbewusste Handlungsfähigkeit in vielen kleinen Schritten, wo vorher Aussichtslosigkeit war. 
Ein zusätzliches Resilienz-Training mit dem aktiven Erarbeiten der 7 Säulen der Resilienz, sowie Achtsamkeits- und Energieübungen, gibt meinen Coachees ein neues Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, individuelle Grenzen setzen zu können.  


Wenn ihr also die hier beschriebenen ersten Anzeichen eines Burnouts bei euch erkennt, habt den Mut und wendet euch an Psychotherapeut:innen, bucht euch ein Coaching bei mir als zertifizierten Coach oder beginnt mit meinem Resilienz-Training, damit es gar nicht erst zum Burnout kommt.

„Homeoffice oder Remote Work – Was macht das mit uns?“

Für den einen Fluch, für den anderen Segen. Stimmen werden lauter, dass ein Lockdown bedingtes Arbeiten von zu Hause anstrengend sein kann und uns an körperliche und seelische Grenzen bringt. Sind wir dieser Situation ausgeliefert? Oder wieviel Einfluss haben wir selbst auf unseren Zustand dabei? Warum kommen manche gut zurecht und andere gar nicht, obwohl sie sich in einer vergleichbaren Situation befinden?

Gestattet der Arbeitgeber Homeoffice oder ordnet er dieses sogar an und ist es schriftlich vereinbart, muss er laut Arbeitsstättenverordnung dafür Sorge tragen, dass dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz zu Hause ausgestattet wird. Beim RemoteWork spricht man davon, seinen privaten PC nutzen zu dürfen, den Arbeits-Laptop mit nach Hause oder auf Reisen zu nehmen, um standortunabhängig auf Dateien zugreifen zu können und mit dem Unternehmen zu kommunizieren – per E-Mail, Telefon und inzwischen zahlreichen spezialisierten Tools, die es erlauben, mit Kollegen und Vorgesetzten ebenso mühelos zu kommunizieren, als säße man gemeinsam am Konferenztisch. 

Ist Homeoffice bzw. Remote Work für Arbeitnehmer immer ein Segen?

War es nicht für viele von uns die Traumvorstellung schlechthin? Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, ortsunabhängig, keine langen An- und Abfahrtswege zum Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten, mehr Spielraum für Kinder- oder auch pflegebedürftige Elternbetreuung? 

Ob von Zuhause am Schreibtisch, im Zug während einer Geschäftsreise oder im Ausland an seinem Lieblingsort. Manche Tätigkeiten lassen sich mobil und ganz komfortabel auch an diesen Orten erledigen – sofern ein schneller Internetzugang funktioniert. All dies sind positive Assoziationen mit Homeoffice oder auch Remote Work.

Mit dem Lockdown durch die Corona-Pandemie wurde Homeoffice schneller salonfähig als manches Unternehmen sich vorstellen konnte. Anfangs empfand man – aus Arbeitnehmersicht betrachtet – größtenteils Begeisterung dafür.  

Hat Homeoffice bzw. Remote Work auch Nachteile?

Mit der Zeit höre ich als Coach und auch privat viele Stimmen, die immer öfter über die Nachteile der Remote Arbeit bzw. des Homeoffice berichten:

  • Konzentrierte Arbeit von zu Hause, mit dem Geräuschpegel einer Familie mit Kindern ist nicht unbedingt vereinbar. Auch die Betreuung dieser während der Arbeitszeit, ist auf Dauer schwierig.
  • Alleinlebenden „fällt manchmal die Decke auf den Kopf“, bedingt durch eine kleine Wohnung oder fehlende soziale Kontakte in der Firma. Manche sprechen von sozialer Isolation.
  • Gerade Berufsanfänger oder Jobwechsler empfinden Nachteile, haben sie doch kaum die Chance, ihr neues Team wirklich kennenzulernen und die Unternehmenskultur zu spüren.
  • Oft leiden Menschen, die längerfristig von zu Hause arbeiten und dies an ihren eigenen Tischen und Sitzmöbeln tun, an physischen Beeinträchtigungen wie z.B. Rückenschmerzen, Halswirbel- und Schulterprobleme oder auch Kopf- und Augenschmerzen. Das liegt an der meist nicht ergonomischen Büroausstattung: keine höhenverstellbare Schreibtische und Bürostühle, schlechte Lichtverhältnisse. 

Homeoffice und Remote Work aus Arbeitgebersicht

Arbeitgeber haben in der Pandemie dafür Sorge zu tragen, dass für Arbeitnehmer im Betrieb das Ansteckungsrisiko soweit wie möglich reduziert wird, um eine zu schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Im Lockdown wurde Homeoffice, wo auch immer es möglich war, angeordnet. Später hing es vom Inszidenzwert ab bzw. liegt im Ermessen des Arbeitgebers. Entscheidungsträger sind sie zwiegespalten, was das Arbeiten von zu Hause aus angeht.  

Da gibt es die eine Hälfte, die es befürwortet, weil sie feststellen können, dass sie zufriedenere Mitarbeiter haben, die die gewonnene Flexibilität zu schätzen wissen, die produktiver und gesünder sind, was sich auf das Geschäftsergebnis positiv auswirkt. 

Die andere Hälfte aber schürt Ängste, dass die Arbeit allzuoft unterbrochen und private Angelegenheiten geregelt werden. Während Mitarbeiter diese Freiheit schätzen, befürchten manche Arbeitgeber den Kontrollverlust. Für ein beispielsweise kurzes Telefonat oder das Annehmen eines Pakets bringen sie in der Regel Verständnis auf und vertrauen darauf, dass ihre Mitarbeiter die dafür benötigte Zeit reinarbeiten. Jedoch ist es für den Arbeitgeber häufig schwer zu beurteilen, ob „schwarze Schafe“ die gewährten Freiheiten zu seinen Ungunsten ausnutzen, wohlgleich man sich die Frage stellen muss, ob diese „schwarzen Schafe“ nicht auch im Büro Wege des „Nichtarbeitens“ finden. 

Studienergebnisse der Krankenkassen zum Arbeiten von zu Hause

Eine Studie der Krankenkasse DAK zeigt, dass die Produktivität im Homeoffice sogar höher ist als im Büro – laut einer Studie aus dem Jahr 2020 um 56 Prozent. 

Auch das Stresslevel der Befragten ist im Homeoffice niedriger: Vor der Corona-Pandemie fühlten sich 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, in der Krise sind es nur noch 15 Prozent. Wie das möglich ist? Nachweisbar machen Arbeitnehmer zu Hause weniger Pausen und melden sich seltener krank. 

Viele wollen das Homeoffice nicht mehr missen: 77 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig von zu Hause arbeiten, möchten das auch in Zukunft – zumindest teilweise – beibehalten.

Was sagt die Politik zu Homeoffice und Remote Work?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil versucht mit einem Gesetzesentwurf auch gegen die negativen Aspekte des Homeoffice vorzugehen. Laut DAK-Studie vermisst fast jeder Zweite die klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen beklagt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Diese Tücken des Homeoffice öffnen der Überarbeitung Tür und Tor und das schleichend. Bislang wurden seine Gesetzvorschläge zum Homeoffice aber immer abgelehnt.

Zieht man eine Halbjahresbilanz zum coronabedingten Homeoffice, zerrt das Arbeiten von Zuhause mit zunehmender Dauer eben wegen der Beschränkung aufs Häusliche auch bei vielen an Gemüt und Nerven. Somit ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit, wann sich die erhöhte Produktivität im Homeoffice in psychische oder psychosomatische Erkrankungen umwandelt. 

Hier braucht es klare Regeln, betont deshalb Arbeitsminister Hubertus Heil. Arbeitsschutz müsse es selbstverständlich auch im Homeoffice geben. Das Angebot bzw. die pandemiebedingte Anordnung von Homeoffice ist Teil einer modernen Arbeitswelt geworden. 


Meine Sicht als Coach mit Resilienz-Expertise auf Homeoffice und Remote Work

Viele fragen sich, wie soll ich denn gelassen bleiben, positiv denken und aus einer Krise gestärkt hervorgehen, wenn
– ich finanzielle Sorgen habe
– mein Arbeitsplatz gefährdet ist
– die Vereinbarkeit von Homeoffice, Homeschooling und Privatsphäre meine Energien aufbraucht und
– ich meine sozialen Kontakte nicht so pflegen kann, dass sich meine Akkus wieder aufladen können?  
Wenn dann so „schlaue“ Ratschläge kommen, wie z.B., arbeite an deiner individuellen Stressbewältigung, deiner Resilienz, deinem Denkmuster und Verhalten, ist die Skepsis groß und die Umsetzung in die Tat für viele unvorstellbar. 

Wie gut wir mit Situationen, Problemen und Herausforderungen des Lebens zurechtkommen, ob diese uns belasten oder uns erfreuen, ist trotz vieler Vorbehalte, aus meiner Sicht als Resilienz-Coach, vor allem eine Sache unseres Selbstmanagements und unserer Selbstwirksamkeit. Wer Stress empfindet oder eben nicht, ist individuell ganz verschieden und hängt in erster Linie davon ab, wie wir Situationen selbst einschätzen und bewerten und wie wir unsere Fähigkeiten, Stärken, Talente und Ressourcen beurteilen. 

Die Frage ist, was können wir also tun, um unsere negativen Empfindungen und Reaktionen sowie unser uns nicht glücklich machendes Verhalten zu ändern? Auf was haben wir keinen Einfluss, also was bedarf möglicherweise einer Regulierung von außen? Und was können wir selbst ändern bzw. beeinflussen? 
In nachfolgender Übersicht habe ich einige Störfaktoren des Homeoffice, die entweder an mich herangetragen wurden oder die ich in Gesprächen oder Berichten aufgegriffen habe, zusammengefasst und mit Lösungsmöglichkeiten sowie dem Verantwortungsbereich versehen: 

Was macht Homeoffice mit uns und was können wir selbst tun?

Es hilft, sich einen gesunden Optimismus zu bewahren, zuversichtlich und offen zu bleiben – und damit Sorgen und Ängsten bewusst entgegenzusteuern.
Körper, Geist und Seele sollten im Einklang sein, denn dann befinden wir uns in Balance, sind gelassener und ausgeglichener. Gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Bewegung und Sport sind ebenso unverzichtbar wie ein gutes Emotions- und Stressmanagement.  


Resilienz können wir erlernen – wenn wir wollen:

  • im Einzelcoaching an der eigenen Haltung, dem Mindset, an alten Verhaltensmustern und an Glaubenssätzen arbeiten, die der Situation nicht zutragend sind
  • im Resilienz-Training mit den 7-Säulen der Resilienz (Lösungsorientierung, Optimismus, Opferrolle, Vertrauen, Akzeptanz, Netzwerk, Zukunftsorientierung) Gelassenheit erlangen und an der eigenen Flexibilität und Selbstwirksamkeit arbeiten
  • im Team-Coaching gewünschte Veränderungen gemeinsam erarbeiten und nachhaltig umsetzen

Natürlich erlernt man all das nicht über Nacht und auch nicht an einem Wochenende – aber man kann damit beginnen, darüber nachdenken, diskutieren, in  kleinen Schritten sein Verhalten ändern und nach einiger Zeit zurückblickend merken, dass man dem Ziel Resilienz ein Stück weit näher gekommen ist. 

Ich würde mich freuen, dir dabei helfen zu können.

„Online-Coaching in Zeiten von Corona“

Das Corona-Virus stürzt nicht nur das ganze Land, sondern auch die ganze Welt in eine Krise. Gesundheitlich wie auch wirtschaftlich. Wäre es nicht von Vorteil, wenn so viele Menschen wie möglich eine gute seelische Widerstandskraft hätten, um damit umgehen zu können?

Coaching online – individuell und wirksam

Die Sorge vor einer Corona-Virus-Ansteckung betrifft auch die Arbeit von Coaches. 
Sicherlich sollten Menschen momentan nicht real zusammentreffen, wenn es nicht sein muss. 
Aber das Leben geht nun mal weiter und deshalb suche auch ich als Coach nach einer Möglichkeit, meine Klient:innen weiterhin zu unterstützen. Bereits vor der Coronakrise habe ich Coachingsessions per Telefon oder per Skype angeboten und gute Erfahrungen damit gemacht.

Umso besser, dass die Digitalisierung in Unternehmen aber auch privaten Haushalten soweit fortgeschritten ist. Damit kann gerade in dieser schwierigen Zeit ein Coaching online stattfinden kann, um Unterstützung anzubieten:

  • gemeinsam nach Lösungen für noch nie da gewesene Situationen suchen
  • optimistisch bleiben
  • selbstwirksam handeln
  • die geschäftsführende Kommunikation und die der ganzen Belegschaft verbessern 
  • sinnvoll Verantwortung für sich und andere übernehmen und selbstbestimmt bleiben

Vorteile des Online-Coachings

Nicht nur in Zeiten von Corona hat ein Online-Coaching Vorteile. In einem Austausch per Videochat wird von zu Hause oder von unterwegs mit einem PC oder einem mobilen Endgerät (z.B. Smartphone oder Tablet) die Coaching-Session durchgeführt. Dabei erfolgt die Kommunikation interaktiv über das Internet. Durch die digitale Flexibilität erreichen Coaches auch Menschen in räumlich abgelegenen Regionen oder diejenigen, die sich im Ausland aufhalten und mit einem Coach in ihrer Muttersprache zusammenarbeiten möchten. Auch Personen, die zeitlich sehr eingespannt sind und oft beruflich an verschiedenen Orten unterwegs sind, sind potentielle Kunden für ein Online-Coaching.
Getreu dem Motto #flattenthecurve, macht Online-Coaching gerade richtig Sinn.

Reaktionen von Menschen in Krisenzeiten

Der Verhaltensforscher Ortwin Renn hat herausgefunden, dass das Verhalten von Menschen in Krisen sich in 3 klassische Kategorien unterteilt: 

1. Totstellen: 
Das sind diejenigen, die noch unbekümmert sind und gerne so weitermachen möchten, wie bisher. Für Sie sind Regeln wichtig, die die Politik jetzt aufstellt.

2. Flucht:
Menschen, die sich bei Krisen einigeln, bis hin zur völligen Isolation.

3. Kampf: 
Dieser Typ möchte etwas tun. Er macht Hamsterkäufe, um sich zu wappnen. Häufig hat er Aggressionen gegen die Bedrohung und sucht sich ein Ersatzobjekt, das eigentlich nichts mit der Krankheit zu tun hat, und diskriminiert bspw. Menschen aus dem asiatischen Raum.

(Quelle: https://web.de/magazine/news/coronavirus/risikoforscher-corona-krise-birgt-chance-34521726)

Die gute Nachricht ist, dass viele Menschen Verständnis für die aktuellen Maßnahmen haben. Die Mehrheit hält sich daran, verhält sich solidarisch und bleibt zuversichtlich. 


Meine Verhaltenstipps aus Sicht als Coach und Resilienz-Trainerin in der Coronakrise:

  • nimm Verhaltensempfehlungen ernst, befolge Regeln und akzeptiere Veränderungen
  • verzichte auf Besserwisser-Gerede und schütze dich davor
  • spreche keine Schuldzuweisungen aus
  • suche stattdessen nach zeitnahen Lösungen und übernehme bewährte Best-Practice-Ansätze
  • verändere dich mit bei Veränderungen im täglichen (Arbeits-)Leben
  • denke mit, sei selbstbestimmt und handele verantwortungsvoll
  • kommuniziere gute Vorschläge, besprich diese mit allen Beteiligten und lass darüber abstimmen

Im Sinne der 7-Säulen der Resilienz könnte man folgendermaßen mit der Krise umgehen:

L – Lösungsorientiert
finde Lösungen für individuelle Probleme und Herausforderungen

O – Optimismus
– bleibe zuversichtlich und optimistisch
– neige nicht dazu alles schwarz zu sehen
– erkenne Veränderung als Chance

O – Opferrolle verlassen
bemitleide dich nicht selbst wie „schlimm“ alles ist und wie stark du davon selbst betroffen bist

V – Verantwortungsübernahme
– übernehme Verantwortung für die eigene Situation und die Konsequenzen für das eigene Handeln
– entwickele Kontrollüberzeugung und führe eingetretene Ereignisse auf das eigene Handeln zurück

A- Akzeptanz
– nur wen du eine Krise erkennst und akzeptierst kannst du ihr entgegenwirken und sie bewältigen
– mit Akzeptanz erlangst du emotionale Gelassenheit

N- Netzwerkorientierung
– baue dir ein soziales Netzwerk auf (Familie, Freunde, Kollegen, …), denn das gibt dir in belastenden Situationen Halt
– von deinem Netzwerk kannst du in schwierigen Situationen mit Verständnis, Hilfe und Unterstützung rechnen

Z- Zukunftsorientierung
– gestalte deine Zukunft aktiv
– du hast immer Wahlmöglichkeiten und Handlungsoptionen
– setzte Energie frei für das, was geht und noch kommt

Auch meine Resilienztrainings und Coachings können gerade nicht in Präsenz stattfinden, aber auch in einem virtuellen Training und Coaching kannst du beginnen an deiner inneren Stärke zu arbeiten, flexibel zu werden, um Veränderungen mitzugehen. Kontaktiere mich dazu und wir starten gemeinsam durch.