Treibt Mehrarbeit unsere Wirtschaft an?

Unsere Wirtschaft stagniert und es wird gefordert, dass alle wieder mehr arbeiten müssen. Das bereitet vielen Unbehagen. Und löst das wirklich unsere Probleme?

Hat uns Corona oder New Work auf einen Irrweg geführt? Sind jetzt alle faul geworden und betrügen ihre Arbeitgebenden im Homeoffice? Machen sich die Teilzeitarbeitenden einen schönen Tag? Und brauchen die jungen Menschen (oder etwa alle?) mal ne klare Ansage? So wie manche Politiker es derzeit gerne formulieren: „Mit einer Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand nicht halten“.

Sind wir also nicht mehr arbeitswillig? Und wenn wir so wenig arbeiten, warum sind wir dann so erschöpft? Gehen wir davon aus, dass die Reaktionen junger (und zunehmend auch älterer) Menschen kein Defizit, sondern ein Resonanzphänomen sind, dann zeigen sie uns:

😵 Unsere Strukturen erzeugen Belastung, Sinnverlust und Ohnmacht – und Menschen reagieren darauf zunehmend offen statt still.

Die Frage ist also nicht:
Wie müssen Menschen robuster werden?
Sondern:
Welche Strukturen erzeugen Überforderung oder Entfremdung?

Viele Unternehmen modernisieren gerade nur die Oberfläche – und wundern sich, dass darunter dieselben Spannungen wirken. Arbeitnehmende suchen dann im Coaching Unterstützung bei ihren täglichen Belastungen und persönlichen Herausforderungen . Hier zeigt sich oft, nicht die eigene individuelle Stärke oder Belastbarkeit ist das Problem, sondern fehlende Bereitschaft zur Umsetzung von struktureller und organisationaler Veränderung in den Unternehmen. Klient:innen sind dann bereits „ausgebrannt“. Sie haben versucht etwas zu ändern oder zu kompensieren, worauf sie keine oder zu wenig Einwirkung haben. Innere Kündigung, Krankheit oder Jobwechsel scheint dann der einzige Ausweg zu sein. Und genau das kann Deutschland sich nicht erlauben. 


1. Die Forderung „mehr arbeiten, mehr leisten“ – was ist damit eigentlich gemeint?

Richtig ist, wenn keiner mehr leistet, fährt die Wirtschaft gegen die Wand. Aber was bedeutet leisten? In Krisenzeiten geraten Menschen in Panik und greifen gern auf bekannte und altbewährte Handlungsstrategien zurück. Leider geht diese Strategie nicht auf, denn die alten Vorgehensweisen von früher treffen auf neue Zeiten und neue Herausforderungen. 

Bei der Forderung nach „mehr arbeiten, mehr leisten“ werden drei Dinge vermischt:

Arbeitszeit (Stunden, Wochen, Lebensarbeitszeit)
Leistungsintensität (Druck, Tempo, emotionale Last)
Produktive Wirksamkeit (Wertschöpfung pro eingesetzter Energie)

Wenn gesagt wird, Deutschland müsse „mehr leisten“, ist meist 1 oder 2 gemeint – während das eigentliche Wettbewerbsproblem bei 3 liegt.

👉 Das ist der erste Denkfehler!

2. Der Vergleich mit China oder Indien ist strukturell falsch

Der Ruf nach „chinesischer“ oder „indischer“ Einsatzbereitschaft ignoriert zentrale Unterschiede:

Unterschiedliche Entwicklungsstufen

  • In vielen Teilen Chinas/Indiens geht es (noch) um materielle Absicherung
  • In Deutschland ist diese Basis weitgehend erreicht

Unsere Gesellschaft befindet sich weiter oben in der Bedürfnispyramide.

Das heißt:

  • Menschen reagieren sensibler auf Sinnverlust
  • Autonomie, Würde und Lebensqualität sind keine Luxusfragen mehr
  • Motivation lässt sich nicht dauerhaft über Existenzdruck erzeugen

👉 Wer das ignoriert, erzeugt innere Kündigung, nicht Leistung.

Unterschiedliche soziale Kosten

Oft geht diese hohe Einsatzbereitschaft in diesen Ländern einher mit:

– extremen Arbeitszeiten
– schwacher Absicherung
– gesundheitlichen Langzeitfolgen
– geringer individueller Gestaltungsfreiheit

Kosten werden somit externalisiert:

❗️auf Familien
❗️auf Gesundheitssysteme
❗️auf kommende Generationen

👉 Das ist kein nachhaltiges Modell, sondern Verschleißökonomie.

Der selten offen ausgesprochene Zielkonflikt dabei ist folgender:

Mehr Arbeit bei gleichbleibender Produktivität → Lebensstandard sinkt
Mehr Druck bei gleichbleibender Organisation → mentale Kosten steigen

👉 Beides ist politisch und gesellschaftlich riskant.

Leisten kann nicht bedeuten, sich verausgaben bis zum Umfallen. Etliche Studien belegen, Schuften ohne Sinnerleben erschöpft uns und macht krank.
Daraus resultierende hohe Fluktuation und hoher Arbeitsausfall kostet Unternehmen unendlich viel Geld und belastet gleichzeitig unser Krankensystem.

3. Das eigentliche Problem: Wir verwechseln Einsatz mit Wirksamkeit

Deutschland hat kein primäres Fleißproblem, sondern ein Struktur- und Wirksamkeitsproblem, das sich in schwachem Produktivitätswachstum und Investitionsdefiziten zeigt. Wettbewerbsfähigkeit entsteht heute nicht mehr primär durch Fleiß, sondern durch Anpassungsfähigkeit.

Historisch betrachtet gewinnen nicht die Gesellschaften mit den härtesten Arbeitsnormen, sondern jene mit den besten Innovationssystemen.

Makroökonomisch bestimmen 4 Faktoren langfristiges Wachstum: (Quelle ChatGPT)

FaktorStatus in DeutschlandWirkung
Produktivitätstagniert in vielen Branchenzentraler Hebel
Demografiealternde Bevölkerungbegrenzt Arbeitskräfte
Innovationsquotemoderathemmt Innovation
TechnologiediffusionlangsamInnovationslücke

Bevor man also „mehr Arbeit“ fordert, müsste man fragen:

„Warum und wo verpufft so viel vorhandene Leistung?“

  • Liegt es daran, dass Unternehmen an alten Geschäftsmodellen festhalten und weiter in das investieren, was sie stark gemacht hat, statt in das, was sie zukunftsfähig macht?
  • Oder möglicherweise am Innovationsfokus auf „Old Economy“?
  • An der schleppenden Digitalisierung?
  • Den hohe Energiepreisen?
  • An zu viel Bürokratie?
  • Dem wachsenden Fachkräftemangel?
  • Oder am Investitionsstau digitaler Technologien?

Die aktuelle Literatur sowie Studien von McKinsey und OECD zeigen konsistent, dass mehr Stunden Arbeit kurzfristig Output erhöhen, aber nicht automatisch Wertschöpfung pro Stunde. Genau das ist aber der nachhaltige Effekt für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

4. Psychologisch betrachtet: Rückschritt erzeugt Widerstand

Wer Gesellschaften dauerhaft rückwärts entwickeln will, wird mit massiven Folgen konfrontiert:

  • Wenn Menschen subjektiv verlieren, was sie für „erreicht“ hielten
  • wenn Sicherheit, Zeit oder Lebensqualität sinken
  • ohne glaubwürdige Perspektive

dann entstehen:

  • Abwehr
  • Polarisierung
  • Radikalisierung
  • Vertrauensverlust in Institutionen

👉 Stößt das System an Grenzen – sind es die jüngeren Generationen, die das früh benennen.

5. Was brauchen wir stattdessen?

Ich sehe hier ökonomische Zwänge, psychologische Grenzen und gesellschaftliche Entwicklungsstufen, die man nicht einfach rückgängig machen kann. 

👎🏼 Man kann Menschen zu mehr Einsatz zwingen.
❗️Aber nicht zu mehr Sinn, Identifikation oder Kreativität.

Wir sollten uns nicht für Schuld interessieren, sondern für Wirkung

Nicht fragen:
„Was stimmt mit dieser Generation/unserer Belegschaft/unserer Gesellschaft nicht?
Sondern:
„Was zeigen uns die Reaktionen über unsere Strukturen?“
„Was müssen wir ändern, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Was kann ich jetzt für dich tun?

Als Coach wirke ich als neutraler Sparringspartner und helfe, Denkweisen, Werte und Zusammenarbeit an die neuen Anforderungen anzupassen.
Dabei analysiere ich auch aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen, um deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt zu verstehen und beleuchte psychologische Dynamiken im zwischenmenschlichen Miteinander in Organisationen.

Im 1:1-Coaching kannst du dich klardenken.
Im Workshop moderiere ich eure Arbeitskreise, um gemeinsam Lösungen für eure konkreten Probleme zu finden oder neue Ideen zu entwickeln.

„Unterschied zwischen Coaching, Beratung und Therapie?“

Immer mehr Menschen äußern sich, von Coaching genervt zu sein oder sie erläutern „fachmännisch“, wann der Einsatz von Coaching falsch ist.
Einerseits ärgert es mich zu hören, dass „Coaching nervt, weil es für alles hergenommen und an Menschen herumgedoktert wird“. Andererseits bin ich davon genervt, wer sich als Coach sieht oder was alles als Coaching bezeichnet wird. Heutzutage urteilen viele Menschen über Coaching, können aber zwischen Beratung, Training, Coaching und Therapie nicht unterscheiden. Der Beruf „Coach“ ist gesetzlich nicht geschützt und so gibt es leider etliche „Coaches“, mit mehr oder weniger Qualifikation dazu, die ein falsches Selbstverständnis haben und dem Image von professionellem Coaching nicht zuträglich sind. Also Augen auf bei der Coachwahl.
Wieviel Coaching eingekauft wird, zeigt allerdings auch, wie sehr es geschätzt wird und an Bedeutung gewinnt. Und das im privaten als auch beruflichen Bereich.
Meiner Meinung nach gibt es zwei Coachingdilemmata.

Das erste Dilemma: Coaches erkennen nicht, wann eine Weiterempfehlung an Therapeut:innen nötig ist.

Ich schätze es sehr, wenn Coaches sich positionieren und zu bestimmten Themen eine Expertise haben. So gelesen auch auf einer Socialmedia Plattform von einem Coach, der sich als Experte für Narzissmus sieht. In einem seiner Posts entstand allerdings der Eindruck, dass jeder Coach versuchen kann, einer Person mit narzisstischem Verhalten zu helfen, wenn diese kurz vor einem Zusammenbruch steht (z.B. aufgrund von Scheidung, Trennung, Kündigung, Ausgrenzung). Das halte ich für sehr gewagt, wenn nicht sogar gefährlich. Denn ein Coaching von Menschen mit stark ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitszügen, gilt als äußerst schwierig und komplex.

Die Gründe , warum Coaches diese Klient:innen meiden sollten, liegen hauptsächlich in der Gefahr der Manipulation, der Wirkungslosigkeit des Coachings und der potentiellen psychischen Belastung für den Coach.

Für alle, die sich intensiver mit der Thematik von toxischen Beziehungen im Arbeitsumfeld oder Privatleben interessieren, biete ich Vorträge dazu an oder Coachings von Menschen, die unter dem narzisstischen Verhalten anderer leiden.

Der angesprochene Zustand des Beispiel-Narzissten gehört aus meiner Sicht in professionelle therapeutische Hände und nicht in eine gewöhnliche Coachingsession, wie vom Autor des betreffenden Posts vorgeschlagen. Näher betrachtet hatte er tatsächlich weitere Qualifikationen vorzuweisen, die ihn für die Arbeit mit Narzisst:innen befähigen. Dennoch ist Narzissmus eine Persönlichkeitsstörung und gehört zu den typischen psychiatrischen Krankheitsbildern, die von PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen zu behandeln sind.

Liegt keine psychische Krankheit vor, wohl aber ein psychischer Belastungszustand durch Stress, systemische Mängel oder zwischenmenschliche Probleme, tragen gerade im beruflichen Umfeld Coachings nachweislich zu schnellen und nachhaltigen Verbesserungen des Belastungszustandes bei. Diverse Krankenkassenstudien belegen, dass psychische Beanspruchung zu immer mehr Krankheitstagen sowie Arbeitsunfähigkeit führt. Und trotzdem werden Coachings, im Gegensatz zu Psychotherapien, nicht von Krankenkassen bezuschusst, so dass Coachees aufgrund der finanziellen Belastung nur ein bis zwei Coachingsessions buchen, obwohl sie sich noch mehr Unterstützung gewünscht hätten.

Typische psychiatrische Krankheitsbilder, die von Psychiater:innen und Psychotherapeut:innen behandelt werden, sind z.B.

Phobien
Depressionen
Paranoia
Angstzustände
Magersucht/Bulimie
Suchtkrankheiten
krankhafte Aggressionszustände und Gewalttätigkeit
Allergien
Traumata
psychosomatische Leiden
alle in den Aufstellungen DSM 3 und ICD-10 katalogisierten Krankheiten

Die Rechtssprechung sagt: „Coaches ohne Zulassung als Psychotherapeut:innen dürfen grundsätzlich keine Trainingsinhalte anbieten, die auf Diagnose und Behandlung von psychischen Krankheiten abzielen.“ Quelle

Psychotherapiekosten werden von Krankenkassen übernommen, wenn nachweislich eine seelische Erkrankung vorliegt.

Das zweite Dilemma: Coaches verweigern sich dort zu coachen, wo ihre Expertise gefragt ist. Sie glauben, nicht zuständig zu sein.

Ziel von Coaching ist die Bewältigung von

• Motivationsproblemen
• Führungsproblemen
• Organisationsproblemen
• persönlichen Problemen und Krisen 

Zuletzt schrieb ein Coach auf LinkedIn, dass sie sich weigern würde, Menschen zu coachen, wenn es um Probleme auf der Organisationsebene in Unternehmen geht. Damit gemeint waren Coachees, die über massive Überlastung klagen, weil die Folgen von organisatorischen und strukturellen Problemen ein Berg an Aufgaben mit sich bringen, die von einzelnen Beschäftigten nicht mehr bewältigt werden können.
Das „angebliche“ Coaching wäre ein „Wegtherapieren“ und wurde kurz damit zusammengefasst, dass Betroffene für zu viele ToDos besser delegieren sollen, für zu viele Meetings lernen „nein“ zu sagen, für anfallende Überstunden ein besseres Zeitmanagement brauchen, Entspannungs-Apps nutzen sollten usw.. Ja, all das sind Herausforderungen, mit denen viele Beschäftigte konfrontiert sind. Natürlich liegen hierbei oft organisatorische Probleme vor, die in erster Linie im System gelöst werden müssten. Ich fände es aber erstrebenswert, wenn Geschäftsführung und Beschäftigte gemeinsam an Problemlösungen arbeiten. Denn beide spielen eine große Rolle, wenn es gilt Schwachstellen und Verbesserungspotential sichtbar zu machen – oft im System und manchmal auch bei sich selbst.

Was sind typische COACHINGTÄTIGKEITEN?

  • Karrierecoaching
  • Bewerbungstraining
  • Entscheidungstraining bei Alltags- und beruflichen Fragen
  • (Selbst)Motivationstraining
  • Zielfindung/Visionsentwicklung
  • Entspannungstechniken
  • Selbstmanagement (Umgang mit Problemen und unangenehmen Situationen)
  • Kommunikationsverbesserung
  • Präsentationscoaching
  • Konfliktmanagement
  • Führungskräftecoaching
  • Team-Coaching
  • Sport-Coaching
  • allgemeines mentales Training
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Stressbewältigung
  • Motivationshilfe bei akuten Krisen (z.B. Arbeitsplatzverlust, Trennung, Scheidung,
    Tod, …)
  • allgemeine Lebensberatung
  • Schlafstörungen
  • Gesundheitscoaching
  • Unterstützung bei psychisch belastenden Konflikten
  • Verwendung von Trance/Hypnose
    Quelle

Coachingkosten werden noch nicht einmal bezuschusst und müssen zu 100% aus dem privaten Geldbeutel bezahlt werden.

Wie kann Coaching in Unternehmen bei systemischen oder strukturellen Organisationsproblemen helfen?

  • Manchmal liegt es an den eigenen Erwartungen, Ängsten oder Verhaltensmustern, warum Menschen gestresst oder belastet sind.
  • Oft sind Organisationsprobleme sowie Führungsverhalten ein weiterer Auslöser für psychische Belastung. Hier spricht man dann von dysfunktionalen Dynamiken im Unternehmen.

Wenn ein Unternehmen nicht die Einsicht bzw. Bereitschaft hat, organisatorische oder strukturelle Schwachstellen zu beheben, bleibt ja auch noch der Weg der eigenen Veränderung – in dem Fall Kündigung. Auch diesen Prozess unterstützt ein Coaching. Der LinkedIn Post brachte zum Ausdruck, dass ein Coach die Folgen von Hierarchie, Personalmangel, zu langen Entscheidungswegen, unklaren Rollen und Zuständigkeiten usw. nicht „wegtherapieren“ kann. Richtig, denn wie der Begriff schon sagt, „therapieren“ ist nicht die Aufgabe von Coaches. Aber genau hier beginnt ein guter Coach mit seiner Arbeit, in dem er seine Coachees bei ihren Herausforderungen unterstützt:

– Muster/Blockaden/hinderliche Verhaltensweisen sichtbar machen
– Bedürfnisse aufdecken
– Selbstreflexion schaffen
– verschiedene Perspektiven einnehmen lassen
– mit den Coachees Lösungen gemeinsam erarbeiten
– Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung verbessern
– u.v.m. 

Ein Coaching kann als Einzelcoaching oder auch als Teamcoaching stattfinden. Oder es wird von Unternehmen ein Workshop gebucht für spezielle oder akute Anliegen, wie z.B. ein Workshop für gesunde Unternehmenskultur oder Burnout-Prävention. Im Idealfall arbeiten Coach und Unternehmen mit Executives und Teams gemeinsam an Verbesserungen ihrer Arbeitssituationen.

Und noch etwas ist wichtig. Coaches sind keine WunderheilerInnen. Wie erfolgreich ein Coaching ist, hängt neben der Expertise auch von der Bereitschaft der Klient:innen ab. Ob, was und wieviel diese verändern wollen, liegt nicht im Ermessen des Coach, sondern wird vom Coachee selbst getroffen. Je professioneller das Vorgehen ist, desto eher ist ein Coachee aber in der Lage Veränderungen vorzunehmen und desto passender und nachhaltiger werden diese sein.

„“Falsche“ Programme für Mental Health in Unternehmen!“

Immer mehr Menschen sind ausgelaugt, blockiert und unzufrieden. 

  • Der prozentuale Anteil meiner Klient:innen, die mit Burnout-Vorboten zu mir kommen, nimmt spürbar zu und bestätigt, was die McKinsey-HealthCareStudie ergab: 
    Burnout verzeichnet weltweit ein Rekordhoch!
  • Dabei investieren Arbeitgebende mehr denn je in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden … vermeintlich auch in die mentale Gesundheit.
  • Schaut man allerdings genauer hin, bieten 9 von 10 Unternehmen, die etwas für die mentale Gesundheit ihrer Belegschaft tun wollen, irgendeine Form von Wellness-Programm an, wie z.B. Yoga, Abos für Meditations-Apps, Fitness- und Ernährungskurse, Schulungen zu Zeitmanagement oder auch Gesundheitschecks und Stressmessungen.
  • Das ist grundsätzlich gut, weil es besser ist, das zu tun als gar nichts zu unterstützen.
  • Aber so lobenswert diese Bemühungen auch sind, sie helfen nicht, psychische Belastungen zu reduzieren oder gar psychische Erkrankungen, wie z.B. Burnout, zu bekämpfen.

Mental Health umfasst unser emotionales, psychologisches und soziales Wohlbefinden und ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialer Teilhabe in der Gesellschaft.

Und obwohl die Burnout-Fälle in die Höhe schießen, nehmen viele Arbeitgebende das Thema immer noch nicht ernst genug. Es bleibt nach wie vor ein Tabuthema. Die Gründe dafür sind entweder das fehlende Wissen zu mentaler Gesundheit oder die richtige Einstellung und Haltung dazu.

Spätestens wenn Krankeitstage auffallend zunehmen und die Burnout-Rate steigt, sollte das ein Warnzeichen für ein Unternehmen sein. Um Abhilfe zu schaffen, wird es nicht ausreichen, wenn erkrankte Mitarbeitende einen Therapieplatz bekommen, um individuell an sich zu arbeiten, damit sie mit Stress und psychischen Belastungen besser umgehen können. Burnout kann etwas mit der persönlichen Widerstandskraft zu tun haben, aber eben auch mit belastenden oder gar toxischen Arbeitsbedingungen. Es ist wichtig die Ursachen zu finden, die in jedem Einzelfall unterschiedlich sein können. 

  1. Da mag es die Menschen geben, die psychische Erkrankungen aufgrund persönlicher Krisen mitbringen und professionelle Hilfe brauchen.
  2. Dann gibt es Arbeitgebende und Mitarbeitende, die nicht erkennen, dass Erfolg nichts mit Überstunden und stetem Abruf zu tun hat. Erreichbarkeit muss begrenzt sein, um ausreichend Zeit für Erholung und Abschalten zu haben. Obstkörbe und Fitness-Abos für ein besseres Wohlbefinden sind ein schöner Anfang. Schließlich spielt auch gesunde Ernährung und Bewegung eine große Rolle bei mentaler Gesundheit
  3. Nachhaltiger aber sind mentale Stärkungsprogramme wie Resilienz-Trainings oder auch Coachings, die u.a. falsche Glaubenssätze und nicht erkannte Muster aufdecken. Programme, die helfen, benötigte Grenzen zu erkennen und zu setzen, um mit Unsicherheiten, Mehrfachbelastungen und Dynamiken besser umgehen zu können.
  4. Der hilfreichste Punkt für mentale Gesundheit in Unternehmen ist, die eigenen systemischen Strukturen so zu verbessern, dass tagtäglich gesunde Arbeitsbedingungen herrschen, die ein angenehmes Betriebsklima und eine gute Unternehmenskultur mit sich bringen. Denn erwiesen ist, dass es im Arbeitsalltag belastende Faktoren und Bedingungen gibt, die psychische und psychosomatische Leiden (also solche die körperliche Krankheiten auslösen) hervorrufen.

Was passiert, wenn Unternehmen in die „falschen“ Programme investieren, die ihre Belegschaft mental stärken sollen? 

  • Wenn Arbeitgeber:innen sich lieber auf Wellness-Maßnahmen konzentrieren, werden eventuell kurzzeitig Symptome behoben, aber die Ursachen des Burnouts oder anderer Erkrankungen bei den Mitarbeitenden werden nicht beseitigt.
  • Bauen Organisationen nur auf gesundheitsfördernde Zusatzprogramme und lassen mental krankmachende Arbeitsbedingungen unberücksichtigt, nehmen Krankheitstage trotzdem zu.
  • Sind Unternehmen der Auffassung, dass psychische Belastungen durch persönliche Anpassungsprogramme „verschwinden“ ohne systemische Veränderungen im Unternehmen vorzunehmen, werden sie feststellen müssen, dass gerade die gestärkten Mitarbeitenden das Unternehmen verlassen werden.

Erkennst du dein Unternehmen wieder und fragst dich:

  • Wie entsteht ein angenehmes Betriebsklima und eine gute Unternehmenskultur?
  • Wie schaffe ich es, den Fokus auf Prävention statt auf Rehabilitation zu legen?
  • Was kann konkret getan werden, um psychische Belastungen nachhaltig zu reduzieren?

Kontaktiere mich und gemeinsam machen wir dein Unternehmen stark. Profitiere von meiner kombinierten Expertise als Business & Life Coach, Resilienz-Trainerin und strategische Beraterin. 

„Trilogie der Kündigungen“

Mitarbeiter:innen verlassen entweder

  • die Führungskraft
  • das Unternehmen
  • oder beides!

Es gibt viele Gründe, warum erst innerlich gekündigt wird und letztlich dann auch das Unternehmen verlassen wird.
Einige meiner Coaching-Klient:innen ringen mit sich, ob sie nun kündigen sollen oder nicht. Ich stelle ihnen dann gerne zwei einfache Fragen. Welche das sind, erfährst du hier in meinem Blog.

Hast du schon innerlich gekündigt?

In meinem letzten Blog „Was machst du, damit Talente in deinem Unternehmen bleiben“ habe ich Arbeitgeber:innen angesprochen, was sie dazu beitragen können, um unnötige Kündigungen von wertvollen Talenten zu vermeiden. 
Der Blog „Trilogie der Kündigungen“ richtet sich an all die Beschäftigten, die über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken. 

Gründe, das Unternehmen zu verlassen:

  1. Manchmal liegt es an der Führungskraft, wenn diese entweder selbst zu dysfunktionalen Dynamiken im Unternehmen beiträgt oder aber eben diese Missstände in Teams und Unternehmen nicht erkennt und beseitigt.
  2. Es wurden im Einstellungsgespräch Versprechen zu
    – Arbeitsinhalten
    – Weiterbildung
    – regelmäßigem Feedbackaustausch
    – Benefits
    – usw. gegeben
    Aber diese Zusagen werden dann nicht eingehalten.
    Ist es verwunderlich, wenn hier bereits eine Wechselbereitschaft vorhanden ist, bevor eine Bindung zum Unternehmen überhaupt stattgefunden hat?
  3. Aufgrund struktureller und organisationaler Unternehmensprozesse kann ein effektives und qualitativ gutes Arbeiten nicht stattfinden. Das zermürbt Mitarbeitende ebenso wie fehlende Feedback- und Fehlerkultur oder Perspektivlosigkeit.

10 Gründe, sich ein neues Unternehmen zu suchen

  1. Du bist überlastet – hoher Leistungsdruck und permanenter Stress
  2. Deine gute Arbeit wird nicht gewürdigt – fehlende Wertschätzung
  3. Die falschen Leute werden eingestellt – weil das Team im Recruiting nicht eingebunden ist
  4. Du wirst intellektuell nicht genug gefordert
  5. Versprechen werden nicht eingehalten
  6. Du bekommst kein Feedback
  7. Du hast kein Mitspracherecht
  8. Unternehmensprozesse sind unzureichend und machen effektive und erfolgreiche Arbeit unmöglich 
  9. Es herrscht ein schlechtes Arbeitsklima
  10. Weiterentwicklungsmöglichkeiten fehlen

Bevor du kündigst, würde ich dir als Coach zwei Fragen stellen

In meinen Karrierecoachings, stelle ich zwei einfache Fragen, die Klarheit schaffen, ob Kündigung die richtige Lösung ist.

  1. Was liegt nicht in deiner Macht zu ändern, egal wieviel Zeit und Energie du aufwendest?

Es gibt Dinge, auf die man keinen Einfluss hat. Wenn sie uns ärgern, anstrengen und wir viel Zeit mit dem Versuch diese zu ändern verbringen, arbeiten wir wie in einem Hamsterrad. Sind sie inakzeptabel, liegt die Entscheidung zur Kündigung nahe.

  1. Auf was kannst du als Mitarbeiter:in aktiv Einfluss nehmen und zur Verbesserung beitragen?

Die zweite Frage beschäftigt sich damit, wo du proaktiv handeln kannst. Der Unterschied liegt in der möglichen Einflussnahme, um Missstände zu beheben. Das können zu verändernde Faktoren im System sein oder aber Veränderungen an dir selbst.
Z.B. könntest du dir durch gelingende Kommunikation konstruktives Feedback einholen, statt frustriert darauf zu warten. Finde heraus, wobei es hilfreich sein kann, dein eigenes Mindset und Verhalten zu überdenken und neu auszurichten. Denn, wenn du das nicht tust, ist die Wahrscheinlichkeit groß im neuen Unternehmen erneut „enttäuscht“ zu werden.

Veränderung an sich selbst ist nicht immer einfach und manchmal braucht es externe Hilfe, um sich selbst reflektieren zu können und sich neue Denk-, Handlungs- und Verhaltensmuster anzueignen. 


Wie kann ich dir hier helfen?

Im 1:1-Coaching unterstütze ich dich ganz individuell. Wir reflektieren deine Situation und wir definieren deine Ziele, finden Blockaden und Ressourcen, machen Bedürfnisse bewusst und arbeiten an deinem Mindset und Verhalten. Durch Selbstreflexion wirst du selbstbewusst, selbstwirksam, entscheidungsfähig und innerlich stark. Deine neue Flexibilität macht dich resilienter.

Unternehmen erfahren meine professionelle Unterstützung in Einzelcoachings, Teamcoachings oder Workshops, um aktuelle Herausforderungen zeitnah und auf Augenhöhe zu bearbeiten.

Die Investition in diese Unterstützung wird sich lohnen, denn Veränderung bei sich selbst oder im Team sorgt nachhaltig für mehr Gelassenheit, Transparenz, Handlungsfähigkeit 
und ein wertschätzendes Miteinander. 

Probiere es aus! Ich freue mich auf dich!

„Gute Selbstführung als zentraler Treiber für die eigene Resilienz?“

Du möchtest dich in Krisen bewusst steuern, Stress aktiv bewältigen und psychische Widerstandskraft aufbauen? Dann arbeite an deiner Beziehung zu dir selbst!

  • Warum ist vielen von uns eine gute Beziehung zu uns selbst abhanden gekommen?
  • Warum sind manche selbstbewusst und andere nicht? 
  • Wieso warten wir darauf, dass „es“ besser wird, statt selbstwirksam Einfluss zu nehmen?

Beeinflusst Selbstführung unsere Resilienz?

Eine gute Selbstführung ist die „Wurzel“ guter Resilienz, da sie den Übergang von einer passiven Opferhaltung zu einer aktiven, eigenverantwortlichen Lebensgestaltung ermöglicht.

Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstvertrauen bilden das Fundament für eine gute Selbstführung. Diese Begrifflichkeiten verbinden eine wertschätzende Haltung gegenüber sich selbst. Sie ermöglichen es, das eigene Denken, Fühlen und Handeln bewusst zu steuern.

Wie sehr wir uns mögen beginnt schon in der Kindheit.
👉🏼 Kindern, denen das Gefühl gegeben wird ihrer selbst willen geliebt zu werden, sind leichter von ihrem eigenen (Selbst)Wert überzeugt, als jene, die nur durch Leistung oder Wohlverhalten Anerkennung und Liebe bekamen.
👉🏼 Das ist der Grund, warum Menschen ihren Selbstwert viel zu häufig an der äußeren Umgebung festmachen: Wir schließen aus dem Feedback und Reaktionen anderer, wie wir sind. Damit machen wir unser Wohlbefinden von der Beurteilung anderer abhängig. Dabei sollte die Überzeugung von innen kommen. Es sollte unsere Entscheidung sein, wie wertvoll wir uns erachten und wie zufrieden wir mit uns sind
👉🏼 Und die Kinder, denen man etwas zugetraut hat, haben im Erwachsenenalter ein größeres Selbstvertrauen. Sie durften ihre eigenen Erfahrungen machen und konnten dadurch besser ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, einschätzen und selbstwirksam einbringen. Das hilft Herausforderungen zu meistern und Krisen aktiv zu gestalten.

Mangelndes Selbstvertrauen ist gekennzeichnet durch

  • mangelnde Kritikfähigkeit
  • Neid auf den Erfolg anderer
  • Vergleich mit anderen
  • Komplimente werden heruntergespielt
  • Erfolge werden als Glücksache empfunden
  • Misserfolge sind immer die eigene Unfähigkeit
  • Auseinandersetzungen werden vermieden und
  • andere Meinungen werden als persönlicher Angriff empfunden.

Der Unterschied zwischen Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

SELBST-WERT

Sich seiner selbst wert sein:
Das ist die emotionale Komponente: Ein stabiler Selbstwert (sich positiv annehmen, unabhängig von Leistung) verhindert, dass man bei Fehlern in Krisen verfällt. Er erlaubt, Verantwortung zu übernehmen, ohne Angst zu haben, bei Scheitern wertlos zu sein.

SELBST-VERTRAUEN

Auf das eigene Können vertrauen:
Dies bezieht sich auf die Überzeugung, Herausforderungen und Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen zu können. Es ist der „Motor“ der Handlung, der nötig ist, um Entscheidungen zu treffen und ins Tun zu kommen.

SELBST-BEWUSSTSEIN

Sich seiner selbst bewusst sein:
Es bedeutet, die eigenen Stärken, Schwächen, Emotionen, Werte und Motive zu kennen. Ohne dieses Wissen ist keine zielgerichtete Selbstführung möglich, da man nicht weiß, wie man sich steuern soll.

Was unterscheidet resiliente Menschen von anderen?

Resilienz ist unser mentales Immunsystem. Resiliente Menschen haben eine gute Selbstwahrnehmung, schätzen sich selbst, vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und können sich dadurch flexibel verhalten. Sie sind weder unfehlbar, noch perfekt. Ganz im Gegenteil, gerade die Erkenntnis ‚keiner ist perfekt‘  bringt ihnen Gelassenheit und Handlungsfähigkeit. Nach einem Tief/Fehler nicht frustriert und handlungsunfähig sein, sondern optimistisch in die Zukunft schauen und eine Niederlage als Chance ergreifen. 

Im Begriff „Selbstvertrauen“ steckt das Wort „Vertrauen“. Vertrauen ist einer von vielen Werten. Werte wiederum geben vor, wohin wir uns bewegen und ob wir uns überhaupt verhalten, denn dafür wenden wir Zeit, Ressourcen und Energie auf. Hast du kein Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten, wie können dann andere Vertrauen in dich setzen? Das wiederum ist wichtig für die Beziehung zu Menschen – egal ob im Teamwork, der Führung von Menschen oder in Freund- und Partnerschaften.

Wie kann an guter Selbstführung gearbeitet werden?

Wie programmiert man sich neu und schafft ein neues Mindset, wenn man nicht das Glück hatte, in der Kindheit resilientes Verhalten aufzubauen?

Erfolgreiche Selbstführung ist die Anwendung der 3 Faktoren, um sich selbst „im Griff“ zu haben.:
Selbstbewusstsein liefert die Klarheit
Selbstwert die Stabilität
Selbstvertrauen die Handlungskraft

Das Verstehen, Erlernen und Anwenden der 7 Säulen der Resilienz ist deshalb entscheidend für die Selbstführung. Denn Resilienz ist das Betriebssystem der Seele, das dich in Krisen und unter Stress handlungsfähig hält:
Optimismus, Akzeptanz und Lösungsorientierung sind die reaktiven Säulen, die entscheidend sind, wie du auf Druck reagierst.
Verlassen der Opferrolle, Verantwortung übernehmen, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung sind die aktiven Säulen, die entscheidend sind, wie du dein Leben gestaltest.


Wie kann ich helfen?

Ich agiere als Sparringpartner für deine persönlichen Herausforderungen, coache dich in deiner Veränderungsarbeit und trainiere deine Haltung für resilienteres Verhalten.
Wir finden wir heraus, wo wir ansetzen können, damit du resiliente Verhaltensweisen im Alltag für dich aktivieren und nutzen kannst.
Als Ergebnis unserer Zusammenarbeit wird dein Alltag, beruflich wie privat, leichter werden. Mit einer neuen Selbstsicherheit wirst du Ziele definieren und auch erreichen.

Lass dich unterstützen auf dem Weg von der Theorie in die Praxis.

„Wie verhinderst du Burnout?“

Die Ursache von Burnout ist NICHT der Job! Es sind die eigenen Verhaltensmuster, mit denen Menschen Nähe und Distanz signalisieren. Auch dann, wenn systemische oder organisationale Probleme im Unternehmen vorliegen.

Letztens behauptete ein Bekannter, die Zukunft von Coaches sei rosig. Seiner Meinung nach steigt die Nachfrage nach Coaching sowohl privat als auch von Unternehmen immer mehr. Seine Tochter studiere Psychologie und die Zahl psychisch erkrankter Menschen nähme auch rasant zu.
Beides stimmt. Unterscheiden muss man natürlich, ob Menschen psychisch erkrankt sind und therapeutische Unterstützung brauchen oder ob sie Anzeichen mentaler Erschöpfung zeigen und mit einem Coaching sich selbst helfen können. Fakt ist, in Deutschland sprechen Menschen leider immer noch nicht gern darüber, dass sie therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen oder mit einem Coach zusammenarbeiten . 

Laut dem Magazin Spiegel raten selbst Ärzte in Deutschland ihren Patienten davon ab, ihre psychische Krankheit öffentlich zu machen, denn für viele Chefs und Kolleg:innen gilt die betroffene Person als nicht belastbar und labil, einhergehend mit geringeren Chancen auf eine Beförderung.

Was ist eigentlich ein Burnout?

Unter dem Burnout Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit. Beim Burnout steht im Mittelpunkt, woher die Erschöpfung kommt. Während eine Depression auch kontextfrei diagnostiziert werden kann. Menschen, die zu Perfektionismus neigen und besonders hohe Ansprüche an sich selbst stellen sowie Menschen, die über ein sehr geringes Selbstwertgefühl verfügen, neigen in der Regel eher dazu, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln.

Meine Coachees mit ersten Burnout-Symptomen …
– können „auf einmal“ nicht mehr schlafen
– leiden an Krankheiten, die sie sich nicht erklären können (Kopfschmerzen, Rückenleiden, Hautprobleme, …)
– haben immer öfter Konflikte mit Mitmenschen
– ziehen sich von ihrem privaten Umfeld zurück
– sind in ihrem Job unglücklich
– klagen über den Verlust sämtlicher Energie
– Freizeit, Urlaub, Nichtstun laden ihre „Akkus“ auch nicht mehr auf

Die Studie der DAK-Gesundheit zeigt: 2020 mussten so viele Berufstätige wie noch nie wegen Rückenschmerzen im Job passen, und psychische Störungen erreichten einen neuen Höchststand. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme in Deutschland hat sich laut Bundesarbeitsministerium zwischen 2007 und 2017 mehr als verdoppelt – von 48 auf 107 Millionen Fehltage pro Jahr.
Nach AOK-Daten hat sich wiederum die Zahl der Arbeitsausfälle wegen einer Burnout-Diagnose im letzten Jahrzehnt beinahe verdreifacht.

Frage ich meine Coachees, was ihrer Meinung nach die Ursachen sind, dass sie sich „ausgebrannt“ fühlen, höre ich in der Regel Antworten wie:
– Stress aufgrund hoher Verantwortung oder hohem Zeitdruck
– ungeregelte Arbeitszeiten und Überstunden
– ständige Erreichbarkeit aufgrund der digitalen Arbeitsweisen
– Mobbing (Probleme mit Vorgesetzten oder Kolleg:innen)
– ausbleibende Anerkennung durch Vorgesetzte
– Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes
– neuerdings auch coronabedingtes Arbeiten von zu Hause

Menschen mit Burnout können für sich und andere schlecht Grenzen setzen und sind sich oft selbst nicht wichtig genug. 

Wo psychisch stabile Menschen einfach „Nein“ sagen, sind sie unsicher. Sie machen alles, was man ihnen sagt und vergessen, sich selbst zu schützen. Auch bei meinen Coaching-Klient:innen wird der Wunsch nach Resilienz, also der inneren Stärke, immer lauter und ich stelle fest, dass das Burnout-Syndrom mit all seinen Vorstufen auf sämtlichen Hierarchiestufen in der Arbeitswelt stark vertreten ist. 


Burnout entsteht nicht ohne Grund! Es gibt verschiedene Ursachen!

An erster Stelle stehen folgende persönliche Eigenschaften, die uns in den Burnout treiben:

  • großer Ehrgeiz
  • Hang zum Perfektionismus
  • Neigung Stress herunterzuschlucken, da keine passende Strategie für die Stresssituationen gefunden wurde bzw. sich nicht die Zeit dafür genommen wurde
  • ausgeprägtes Helfer-Syndrom
  • Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen
  • fehlende Selbstführung (Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind schlecht ausgeprägt)

Menschen mit diesen Verhaltensprogrammen geht es darum, Wünsche und Erwartungen der Anderen zu erfüllen, denn sie möchten gefallen, gemocht werden und Konflikte vermeiden. Oftmals stellen sie aber auch an sich viel höhere Erwartungen als andere es tun. Sie genügen sich selbst nicht. Dabei erkennen sie dieses Muster nicht oder sie können es nicht ohne weiteres ablegen.
Auch wenn das auferlegte Arbeitspensum größer ist als sie erledigen können, lehnen sie nicht freundlich ab oder delegieren, sondern machen alles selbst. So lange, bis sie Fehler machen, die tatsächlich auf sie zurückfallen und sie an der Last zerbrechen. 
Burnout hat mehrere Einflussfaktoren und tritt durch Disblancen in 4 Bereichen auf
– Körper
– Geist
– Seele
– Soziales Gefüge
Wird nicht nur ein Bereich vernachlässigt, sondern mehrere, schwinden die Energien drastisch, da keine Kompensation mehr erfolgen kann bzw. nicht ausreicht.

Was unterscheidet also die Menschen, die unter gleichen Bedingungen kein Burnout entwickeln?

Solche Personen wissen wer sie sind, kennen ihren Selbstwert und sind selbstbewusst und selbstwirksam.
Entweder lösen sie sich schneller aus schlechten Arbeitsbedingungen oder sie gehen solche erst gar nicht ein. Mobbing ist kein Thema für sie, weil sie sich darauf nicht einlassen und erst gar nicht in die Opferrolle schlüpfen. Zeitdruck lassen sie nur soweit zu, dass ihr Wohlbefinden nicht darunter leidet. Sie ziehen ihre sozialen als auch persönlichen Distanzzonen anders

Hinter dem fehlenden Grenzziehen stehen massive Zweifel im Hinblick auf den eigenen Selbstwert: „Ich muss mich nützlich machen, funktionieren und alle an mich gestellten Aufgaben erledigen, denn sonst bekomme ich nicht die Zuwendung und die Anerkennung, die ich mir wünsche.“ In diese Spirale katapultieren sich die Betroffenen meist selbst, da sie mit sich selbst und ihrer Leistung selbst nie ausreichend zufrieden sind. Alles um sie herum ist wichtiger als sie selbst und die eigenen Bedürfnisse werden gar nicht mehr wahrgenommen. Das wohlgemerkt ist den vom Burnout Betroffenen allerdings nicht bewusst: sie sind von ihrem Unterbewusstsein gesteuert

Was ist die Ursache von geringem Selbstwert?

Es ist etwas ganz Verborgenes mit großer Macht und erst einmal unerklärlichem Einfluss. Es kommt eigentlich immer aus der Kindheit, wo es ganz wichtig war seiner selbst Willen geliebt zu werden, ohne die Verknüpfung an die Erwartungen der Eltern. Dem Bedürfnis Liebe und Sicherheit zu spüren, statt mit Leistung brillieren zu müssen. Zuwendung, Wertschätzung und Anerkennung lässt einen Menschen heranwachsen, der im Erwachsenenalter sich selbst mit Würde begegnen kann.

Hat man den auslösenden „Trigger“ (= Auslöser für ein Verhalten oder eine Empfindung
z.B. Angst, Enttäuschung, falscher Gehorsam, … ) für den Burnout erstmal ausfindig gemacht, gilt es darüber zu reden. Es sind nicht die vielen Gründe gemeint, die eigentlich nur das i-Tüpfelchen waren, auf die man den Burnout schieben kann (z.B. Schicksalsschläge wie Krankheit, Trennung, Unfall, allgemein große Verluste oder die Gesellschaft an sich bezüglich Leistungs- und Zeitdruck, Mobbing, schlechte Arbeitsbedingungen, etc.). Es spielt zunächst keine Rolle woher das kommt! Wichtig ist zu wissen, dass es so ist und sich eingestehen zu können, dass hier persönlicher Nachholbedarf ist.


Wie helfe ich als Coach Burnout zu verhindern?

Würde ich als Coach beginnen zu ergründen, warum zu wenig Selbstliebe und Selbstwert entwickelt wurde, könnte der Coachee schnell in die Opferrolle schlüpfen und andere Personen (meistens die Eltern oder im beruflichen Umfeld gerne auch Vorgesetzte) für seine Gedanken und das eigene Fühlen verantwortlich machen. Es würde ihm vielleicht die letzte Energie rauben, um an sich selbst etwas zu verändern. 

Stattdessen hilft es, den Blick nach vorn zu richten. Selbstliebe schenken und Grenzen setzen – sich selbst und anderen.
Deshalb arbeite ich als Coach mit meinen Coachees an folgenden Punkten: 

– eigene Reaktionen wahrzunehmen und sie zu steuern, statt nur impulsiv zu reagieren
– Automatismen aufdecken und mit besser tauglicheren Verhaltensmustern ersetzen
– Probleme aus mehreren Perspektiven sehen
– wieder Gefühle zulassen und Bedürfnisse spüren
– über Ängste sprechen und ihnen so die Macht nehmen
– sich selbst wieder mehr Respekt, Wertschätzung und Liebe zukommen lassen
– statt Hass und Wut zu leben, für einen konstruktiven Umgang mit Problemen zu sorgen
– Verantwortung übernehmen
– optimistische Zukunftslösungen suchen; Blockaden/Hindernisse aus dem Weg räumen
– Opferrolle verlassen und bewusst schwierige Entscheidungen treffen können
– sich seiner Werte bewusst sein für mehr Authentizität

Ich helfe meinen Coachees zu begreifen, dass es daran liegt WIE sie sich verhalten.
Ganz wichtig ist dabei die eigene Mitarbeit. Die Erwartung „repariere mich und optimiere mich“ führt ebenso wenig zur Besserung wie der Wunsch, dass andere sich verändern müssen, damit es der betroffenen Person besser geht.
Gemeinsam erarbeiten wir neue Wege und eine selbstbewusste Handlungsfähigkeit in vielen kleinen Schritten, wo vorher Aussichtslosigkeit war. 
Ein zusätzliches Resilienz-Training mit dem aktiven Erarbeiten der 7 Säulen der Resilienz, sowie Achtsamkeits- und Energieübungen, gibt meinen Coachees ein neues Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, individuelle Grenzen setzen zu können.  


Wenn ihr also die hier beschriebenen ersten Anzeichen eines Burnouts bei euch erkennt, habt den Mut und wendet euch an Psychotherapeut:innen, bucht euch ein Coaching bei mir als zertifizierten Coach oder beginnt mit meinem Resilienz-Training, damit es gar nicht erst zum Burnout kommt.

„Homeoffice oder Remote Work – Was macht das mit uns?“

Für den einen Fluch, für den anderen Segen. Stimmen werden lauter, dass ein Lockdown bedingtes Arbeiten von zu Hause anstrengend sein kann und uns an körperliche und seelische Grenzen bringt. Sind wir dieser Situation ausgeliefert? Oder wieviel Einfluss haben wir selbst auf unseren Zustand dabei? Warum kommen manche gut zurecht und andere gar nicht, obwohl sie sich in einer vergleichbaren Situation befinden?

Gestattet der Arbeitgeber Homeoffice oder ordnet er dieses sogar an und ist es schriftlich vereinbart, muss er laut Arbeitsstättenverordnung dafür Sorge tragen, dass dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz zu Hause ausgestattet wird. Beim RemoteWork spricht man davon, seinen privaten PC nutzen zu dürfen, den Arbeits-Laptop mit nach Hause oder auf Reisen zu nehmen, um standortunabhängig auf Dateien zugreifen zu können und mit dem Unternehmen zu kommunizieren – per E-Mail, Telefon und inzwischen zahlreichen spezialisierten Tools, die es erlauben, mit Kollegen und Vorgesetzten ebenso mühelos zu kommunizieren, als säße man gemeinsam am Konferenztisch. 

Ist Homeoffice bzw. Remote Work für Arbeitnehmer immer ein Segen?

War es nicht für viele von uns die Traumvorstellung schlechthin? Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, ortsunabhängig, keine langen An- und Abfahrtswege zum Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten, mehr Spielraum für Kinder- oder auch pflegebedürftige Elternbetreuung? 

Ob von Zuhause am Schreibtisch, im Zug während einer Geschäftsreise oder im Ausland an seinem Lieblingsort. Manche Tätigkeiten lassen sich mobil und ganz komfortabel auch an diesen Orten erledigen – sofern ein schneller Internetzugang funktioniert. All dies sind positive Assoziationen mit Homeoffice oder auch Remote Work.

Mit dem Lockdown durch die Corona-Pandemie wurde Homeoffice schneller salonfähig als manches Unternehmen sich vorstellen konnte. Anfangs empfand man – aus Arbeitnehmersicht betrachtet – größtenteils Begeisterung dafür.  

Hat Homeoffice bzw. Remote Work auch Nachteile?

Mit der Zeit höre ich als Coach und auch privat viele Stimmen, die immer öfter über die Nachteile der Remote Arbeit bzw. des Homeoffice berichten:

  • Konzentrierte Arbeit von zu Hause, mit dem Geräuschpegel einer Familie mit Kindern ist nicht unbedingt vereinbar. Auch die Betreuung dieser während der Arbeitszeit, ist auf Dauer schwierig.
  • Alleinlebenden „fällt manchmal die Decke auf den Kopf“, bedingt durch eine kleine Wohnung oder fehlende soziale Kontakte in der Firma. Manche sprechen von sozialer Isolation.
  • Gerade Berufsanfänger oder Jobwechsler empfinden Nachteile, haben sie doch kaum die Chance, ihr neues Team wirklich kennenzulernen und die Unternehmenskultur zu spüren.
  • Oft leiden Menschen, die längerfristig von zu Hause arbeiten und dies an ihren eigenen Tischen und Sitzmöbeln tun, an physischen Beeinträchtigungen wie z.B. Rückenschmerzen, Halswirbel- und Schulterprobleme oder auch Kopf- und Augenschmerzen. Das liegt an der meist nicht ergonomischen Büroausstattung: keine höhenverstellbare Schreibtische und Bürostühle, schlechte Lichtverhältnisse. 

Homeoffice und Remote Work aus Arbeitgebersicht

Arbeitgeber haben in der Pandemie dafür Sorge zu tragen, dass für Arbeitnehmer im Betrieb das Ansteckungsrisiko soweit wie möglich reduziert wird, um eine zu schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Im Lockdown wurde Homeoffice, wo auch immer es möglich war, angeordnet. Später hing es vom Inszidenzwert ab bzw. liegt im Ermessen des Arbeitgebers. Entscheidungsträger sind sie zwiegespalten, was das Arbeiten von zu Hause aus angeht.  

Da gibt es die eine Hälfte, die es befürwortet, weil sie feststellen können, dass sie zufriedenere Mitarbeiter haben, die die gewonnene Flexibilität zu schätzen wissen, die produktiver und gesünder sind, was sich auf das Geschäftsergebnis positiv auswirkt. 

Die andere Hälfte aber schürt Ängste, dass die Arbeit allzuoft unterbrochen und private Angelegenheiten geregelt werden. Während Mitarbeiter diese Freiheit schätzen, befürchten manche Arbeitgeber den Kontrollverlust. Für ein beispielsweise kurzes Telefonat oder das Annehmen eines Pakets bringen sie in der Regel Verständnis auf und vertrauen darauf, dass ihre Mitarbeiter die dafür benötigte Zeit reinarbeiten. Jedoch ist es für den Arbeitgeber häufig schwer zu beurteilen, ob „schwarze Schafe“ die gewährten Freiheiten zu seinen Ungunsten ausnutzen, wohlgleich man sich die Frage stellen muss, ob diese „schwarzen Schafe“ nicht auch im Büro Wege des „Nichtarbeitens“ finden. 

Studienergebnisse der Krankenkassen zum Arbeiten von zu Hause

Eine Studie der Krankenkasse DAK zeigt, dass die Produktivität im Homeoffice sogar höher ist als im Büro – laut einer Studie aus dem Jahr 2020 um 56 Prozent. 

Auch das Stresslevel der Befragten ist im Homeoffice niedriger: Vor der Corona-Pandemie fühlten sich 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, in der Krise sind es nur noch 15 Prozent. Wie das möglich ist? Nachweisbar machen Arbeitnehmer zu Hause weniger Pausen und melden sich seltener krank. 

Viele wollen das Homeoffice nicht mehr missen: 77 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig von zu Hause arbeiten, möchten das auch in Zukunft – zumindest teilweise – beibehalten.

Was sagt die Politik zu Homeoffice und Remote Work?

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil versucht mit einem Gesetzesentwurf auch gegen die negativen Aspekte des Homeoffice vorzugehen. Laut DAK-Studie vermisst fast jeder Zweite die klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen beklagt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Diese Tücken des Homeoffice öffnen der Überarbeitung Tür und Tor und das schleichend. Bislang wurden seine Gesetzvorschläge zum Homeoffice aber immer abgelehnt.

Zieht man eine Halbjahresbilanz zum coronabedingten Homeoffice, zerrt das Arbeiten von Zuhause mit zunehmender Dauer eben wegen der Beschränkung aufs Häusliche auch bei vielen an Gemüt und Nerven. Somit ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit, wann sich die erhöhte Produktivität im Homeoffice in psychische oder psychosomatische Erkrankungen umwandelt. 

Hier braucht es klare Regeln, betont deshalb Arbeitsminister Hubertus Heil. Arbeitsschutz müsse es selbstverständlich auch im Homeoffice geben. Das Angebot bzw. die pandemiebedingte Anordnung von Homeoffice ist Teil einer modernen Arbeitswelt geworden. 


Meine Sicht als Coach mit Resilienz-Expertise auf Homeoffice und Remote Work

Viele fragen sich, wie soll ich denn gelassen bleiben, positiv denken und aus einer Krise gestärkt hervorgehen, wenn
– ich finanzielle Sorgen habe
– mein Arbeitsplatz gefährdet ist
– die Vereinbarkeit von Homeoffice, Homeschooling und Privatsphäre meine Energien aufbraucht und
– ich meine sozialen Kontakte nicht so pflegen kann, dass sich meine Akkus wieder aufladen können?  
Wenn dann so „schlaue“ Ratschläge kommen, wie z.B., arbeite an deiner individuellen Stressbewältigung, deiner Resilienz, deinem Denkmuster und Verhalten, ist die Skepsis groß und die Umsetzung in die Tat für viele unvorstellbar. 

Wie gut wir mit Situationen, Problemen und Herausforderungen des Lebens zurechtkommen, ob diese uns belasten oder uns erfreuen, ist trotz vieler Vorbehalte, aus meiner Sicht als Resilienz-Coach, vor allem eine Sache unseres Selbstmanagements und unserer Selbstwirksamkeit. Wer Stress empfindet oder eben nicht, ist individuell ganz verschieden und hängt in erster Linie davon ab, wie wir Situationen selbst einschätzen und bewerten und wie wir unsere Fähigkeiten, Stärken, Talente und Ressourcen beurteilen. 

Die Frage ist, was können wir also tun, um unsere negativen Empfindungen und Reaktionen sowie unser uns nicht glücklich machendes Verhalten zu ändern? Auf was haben wir keinen Einfluss, also was bedarf möglicherweise einer Regulierung von außen? Und was können wir selbst ändern bzw. beeinflussen? 
In nachfolgender Übersicht habe ich einige Störfaktoren des Homeoffice, die entweder an mich herangetragen wurden oder die ich in Gesprächen oder Berichten aufgegriffen habe, zusammengefasst und mit Lösungsmöglichkeiten sowie dem Verantwortungsbereich versehen: 

Was macht Homeoffice mit uns und was können wir selbst tun?

Es hilft, sich einen gesunden Optimismus zu bewahren, zuversichtlich und offen zu bleiben – und damit Sorgen und Ängsten bewusst entgegenzusteuern.
Körper, Geist und Seele sollten im Einklang sein, denn dann befinden wir uns in Balance, sind gelassener und ausgeglichener. Gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Bewegung und Sport sind ebenso unverzichtbar wie ein gutes Emotions- und Stressmanagement.  


Resilienz können wir erlernen – wenn wir wollen:

  • im Einzelcoaching an der eigenen Haltung, dem Mindset, an alten Verhaltensmustern und an Glaubenssätzen arbeiten, die der Situation nicht zutragend sind
  • im Resilienz-Training mit den 7-Säulen der Resilienz (Lösungsorientierung, Optimismus, Opferrolle, Vertrauen, Akzeptanz, Netzwerk, Zukunftsorientierung) Gelassenheit erlangen und an der eigenen Flexibilität und Selbstwirksamkeit arbeiten
  • im Team-Coaching gewünschte Veränderungen gemeinsam erarbeiten und nachhaltig umsetzen

Natürlich erlernt man all das nicht über Nacht und auch nicht an einem Wochenende – aber man kann damit beginnen, darüber nachdenken, diskutieren, in  kleinen Schritten sein Verhalten ändern und nach einiger Zeit zurückblickend merken, dass man dem Ziel Resilienz ein Stück weit näher gekommen ist. 

Ich würde mich freuen, dir dabei helfen zu können.