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Narzissmus - eine neue Persönlichkeitsstruktur oder macht er unsere Gesellschaft kaputt?

Veröffentlicht am 29.06.2017

Spätestens seit Donald Trump Präsident der USA ist, findet das Thema Narzissmus große Beachtung. Er scheint ein Paradebeispielfür einen Narzissten zusein. Aber warum findet man Menschen mitnarzisstischer Persönlichkeitsstruktur gerade in Führungspositionen?
Wann profitiert man von ihnen, wann schaden sie uns?

              

Verhaltensforscher und Psychologen schlagen Alarm: immer mehr Kinder werden zu Narzissten erzogen  und die Gesellschaft wird immer narzisstischer.
Auch bei Amokläufen und Familiendramen ist Narzissmus allzu oft die Ursache.
Wann also wird aus gesunder Selbstliebe eine gefährliche Persönlichkeitsstörung und wie gehen wir damit um und schützen uns davor?

Narzissmus: gesund oder pathologisch?

Der gesunde Narzissmus bringt auch Vorzüge mit sich, denn eine gesunde Selbstliebe ist von Vorteil, um selbstsicher und erfolgreich sein zu können und dem Druck der heutigen schnell-lebigen Zeit standzuhalten. Diverse Studien belegen, dass Narzissten in Führungspositionen zu finden sind, weil sie kommunikativ gewandt sind und auf andere interessant wirken. Durch ihre auffallende Präsenz erhaschen sie Aufmerksamkeit und  scheinen Ziele zu erreichen.
Der pathologische Narzissmus hingegen ist krankhaft, zurückzuführen auf eine Kindheit, in der das Kind entweder nicht seiner selbst willen geliebt wurde und nie den Erwartungen der Eltern entsprochen hat oder die Eltern ihre Führungsverantwortung nicht übernommen haben und dem Kind keine Grenzen mehr gesetzt haben. In beiden Fällen waren die Eltern eher an den Leistungen ihrer Kinder interessiert als an ihrer Persönlichkeit und genau das führt dazu, dass Kinder kein gesundes Selbstvertrauen besitzen. Diese entwickeln sich dann zu Erwachsenen, die Freiheit und Selbstverwirklichung verwechseln mit egoistischem Verhalten: sie denken nur an sich und ihr persönliches Wohl und zeigen kein Interesse mehr am Gemeinwohl bzw. sozialer Verantwortung anderen gegenüber. Ein erwachsener pathologischer Narzisst, der nicht volle Bewunderung und Unterwerfung erfährt, richtet großes Leid bei seinen Mitmenschen an. All diejenigen, die bereits in die Fänge eines Narzissten geraten sind können davon berichten. Und vielleicht gibt es auch ein paar Leser, die sich in der Rolle des Narzissten wieder erkennen, weil sie von Freunden und Arbeitskollegen ausgegrenzt werden, deren Beziehungen nicht lange halten und es mit Kollegen bzw. Vorgesetzten zu Konflikten kommt, so dass sie ihren Job schon auffallend oft gewechselt haben.

 

In die Fänge eines Narzissten zu geraten kann weh tun oder gar gefährlich werden.

Ich selbst hatte ein unschönes Zusammentreffen mit einem Narzissten, bevor alle Welt mehrmals täglich auf Trump schaute. Seitdem beschäftige ich mich damit und habe Antennen entwickelt narzisstische Menschen frühzeitig zu erkennen, um ihnen gegebenenfalls oder zumindest rechtzeitig aus dem Weg zu gehen - sowohl in eigener Sache als auch in meinem Job als Coach. 

In meinem persönlichen Fall kannte ich diese Person seit einigen Jahren, fand ihn (einen Mann) eher amüsant, wenngleich ich sein divenhaftes Auftreten schon früher als unangenehm empfand, besonders wenn man nicht einer Meinung mit ihm war oder ihm nicht das Gefühl gab, dass nur er etwas ganz Besonderes ist. Lange Zeit habe ich mich gefragt, was ist falsch gelaufen in dem Leben dieser Person. Dass sein Elternhaus damit zu tun hatte, vermutete ich bereits, aber ich hatte den großen Zusammenhang für viele schwierige Treffen nie gefunden. Diesmal schaffte er es innerhalb von Sekunden ein nettes Treffen einer Gruppe von Menschen in ein Disaster zu verwandeln: unfähig sich selbst zu reflektieren, nicht in der Lage die Perspektive eines anderen einzunehmen, wurde er unsachlich, beschimpfend, bedrohlich, beleidigend und entwertete seine Gesprächspartner schmerzhaft. Diesmal war es für mich eindeutig, dass es sich um narzisstisches Verhalten handelte und ich begann intensiv Informationen zu sammeln. Seitdem fallen mir zahlreiche Narzissten in unserer Gesellschaft auf. Sein entwertendes und bedrohliches Verhalten war so unerträglich, dass ich an diesem Thema Interessierte informieren möchte, woran man einen Narzissten erkennt, wodurch er entsteht und wie man mit ihm umgeht, wenn man es denn muss. 

 

Wie gehen wir mit Narzissten um und wie schützen wir uns vor ihnen?

Pathologische Narzissten haben eine große persönliche Störung, die ausschließlich in die Hände eines Psychotherapeuten und nicht in die eines Coach gehören.
Coaching setzt voraus, dass der Klient sich ändern will, was in meinem erlebten Aufeinandertreffen mit dieser Person so gar nicht der Fall war. Auch das ist typisch für krankhafte Narzissten - selbst wenn sie ihr eigenes Leben noch so zerstört haben (Jobverlust, zerrüttete Partnerschaften und Freundschaften, Scheidungen, …), und sich einem Therapeuten anvertrauen, werden sie versuchen diesen zu entwerten, was eine Zusammenarbeit für den Therapeuten zur großen Herausforderung macht.
Im schlimmsten Fall rächen sie sich, was durchaus gefährlich werden kann.
Eine langfristige Beziehung zu einem Narzissten, mit dem Versuch diesen ändern zu wollen, kann das eigene Selbstwertgefühl (und Leben) zerstören. Statt den Narzissten heilen zu wollen, sollte man sich selbst therapeutische Hilfe oder die eines Coachs suchen.

Mein Verständnis und Bestreben als Coach ist es, so flexibel zu sein, dass ich mit allen Menschen auskommen kann. Und noch vielmehr, nämlich einen Beitrag für einen friedlichen und respektvollen Umgang miteinander zu sorgen. Dennoch traf ich die Entscheidung, diesen Kontakt gänzlich abzubrechen, um mich selbst und mir Nahestehende zu schützen. Damit habe ich unwissentlich den empfindlichsten Punkt eines Narzissten getroffen, denn diese mögen es gar nicht ausgegrenzt zu werden. 

 

Coaching macht stark.

Andere Menschen kann man nicht ändern und Narzissten schon gar nicht. Daher ist es gut bei sich selbst anzufangen. 
Wer sich selbst kennt, über eine gute Wahrnehmung und ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt, hat sicherlich die größere Chance, nicht auf einen Narzissten hereinzufallen und
sich zu schützen, in dem er sich diesem Einfluss rechtzeitig entzieht. Hat man also Probleme sich zu behaupten, tappt immer wieder in die Opferrolle und fühlt sich im Leben fremdgesteuert, könnte ein Coaching helfen.

Meine Vision als Coach ist es, Menschen in eine sogenannte Power Position zu bringen:

  • über gesundes Selbstbewusstsein verfügen ohne dabei falsch selbst verliebt zu sein,
  • eine gute Wahrnehmung und
  • klare Kommunikation haben,
  • die eigene Wirkung auf andere kennen,
  • Verantwortung für sich übernehmen und
  • die richtigen Entscheidungen treffen.

Das Thema Narzissmus ist so umfangreich, dass ich einen Vortrag dazu anbiete.
Diesen kann ich gerne auch Inhouse in Unternehmen durchführen, z.B. als Impulsbeitrag für die Themen Führungsverhalten, Unternehmenskultur oder Change. Erfragen Sie hierfür einfach ein Angebot, gerne telefonisch oder per Mail.

 

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