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Loslassen - auch, wenn man gar nicht bereit ist!

Veröffentlicht am 07.05.2014

Wir hängen an vielem - an Menschen, Tieren, Dingen, Karrieren, Orten, Eigentum, Glaubenssätzen und vielem mehr. Doch ab und an erkennen wir, dass es Zeit ist, mit manchem abzuschließen und Platz für Neues zu schaffen. Manchmal müssen wir aber auch loslassen, weil uns etwas genommen wird, was wir (noch) gar nicht loslassen wollen. Und genau darum, geht es in diesem Blog.

Unfreiwilliges Loslassen in vielen Facetten!

Hierbei geht es nicht darum Last los zu werden, die uns nicht guttut, wie zum Beispiel ein alter Glaubenssatz, der gar nicht mehr zu uns passt und uns eher einschränkt als hilft. Diesmal geht es darum, von etwas loszulassen, weil es uns sozusagen weggenommen wurde und es besteht  überhaupt nicht der Wille davon abzulassen. Aber wir haben keinen Einfluss mehr darauf bzw. liegt es nicht in unserem Ermessen, etwas rückgängig zu machen. Und deshalb haben wir uns mit der neuen Situation zu arrangieren:

  • Tod eines Familienangehörigen oder einer uns nahestehenden Person
  • Trennung vom Partner
  • die Kinder werden flügge und ziehen aus
  • ein beruflich bedingter Umzug in eine andere Stadt/ ein anderes Land
  • u.v.m.

Welche Reaktionen löst unfreiwilliges Loslassen aus?

Viele kennen das aus eigener Erfahrung. Ein Gefühl der Trauer, der Wut, des Selbstmitleids, der Lethargie oder auch der Sinnlosigkeit breiten sich aus. 
Der größte Wunsch besteht darin, dass alles beim Alten bleibt und man einer gezwungenen Veränderung nichts Positives abgewinnen kann. Die Phasen der Trauer und Wut stehen einem bestimmt zu und sind in gewissem Maße ja auch selbstverständlich und wichtig. Aber meistens kann man vieles, wie zum Beispiel den Tod, eben nicht rückgängig machen und muss schauen, wie man in der Zukunft damit klarkommt, um nicht daran zu zerbrechen. Es gibt 4 Phasen der Trauer, die, wie ich finde, auch auf andere „unfreiwillige“ Trennung zutreffen:

  1. Nicht-Wahrhaben-Wollen
  2. Aufbrechende Gefühle
  3. Langsame Neuorientierung
  4. Neues Gleichgewicht zwischen Körper und Seele

Dass das Loslassen eines geliebten Partners am schwierigsten ist, steht wohl außer Frage, denn auf den Tod hat man im Vorfeld keinen Einfluss. Bei einer Trennung oder dem Auszug von Kindern ist es etwas anders. Das Loslassen der Kinder beginnt schon lange vor deren Auszug, in dem man ihnen Fähigkeiten vermittelt, die sie selbständig machen und die man dann mit gutem Gewissen ziehen lässt und dennoch innerlich begleiten kann. Und trotzdem fällt vielen Menschen das Loslassen nicht leicht.


Möglichkeiten des Loslassen finden!

Eine Möglichkeit, um mehr oder weniger freiwillig loslassen zu können, ist es, den Sinn des Lebens wieder für sich zu entdecken:

  • Dinge zu tun, die einem wichtig sind und an die man von ganzem Herzen glaubt
  • sich mit inspirierenden Menschen zu umgeben, die einem guttun und im Gegenzug dazu, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht guttun
  • Aufgaben im Leben finden, die einen begeistern und für die es sich morgens lohnt aufzustehen und kaum abwarten zu können, dass der Tag beginnt
  • wieder einen Platz im Leben finden, an dem man Spuren hinterlassen kann, die in einem selbst für Zufriedenheit und Freude sorgen

Eine andere Möglichkeit des Loslassen, könnte ein sogenannter „Liebesdienst“ sein. Wenn die eigenen Kinder flügge werden und von zu Hause ausziehen oder Menschen gestorben sind, die man sehr liebte, hilft ein letzter „Liebesdienst“ für sie: man muss wieder stärker auf sich selbst achten.
Ganz egoistisch eine Zukunft für sich selbst interessant gestalten, ohne die „verlorene“ Person mit einzubeziehen.


Das kann ein altes oder neues Hobby sein, Reisen, dem Freundeskreis mehr Zeit schenken, seine Ernährung zu 100% auf seine eigenen Vorlieben ausrichten, seine Wohnung ohne Kompromisse einrichten und designen, seine Talente ausleben, und und und.

Wenn wir es schaffen,

  • die Vergangenheit anzunehmen und einen vertrauensvollen Blick in die Zukunft werfen
  • sinnerfüllt unser Leben auszurichten
  • das zu tun, was unserem Wesen entspricht und uns Freude bereitet
  • wertvolle Beiträge zu liefern und
  • Erfolg nach unseren individuellen Maßstäben zu haben,

werden wir Glück und positive Energien spüren.


Ein Coach ist kein Therapeut und das ist ja auch gar nicht seine Aufgabe. Dafür hilft er Ziele zu setzen, den Blick nach vorne zu richten und Lösungen zu finden.

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