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Der Erfolg meiner Klienten gibt mir Energie zurück

Veröffentlicht am 19.08.2015

Mein letztes Projekt war ein caritatives, also eines, für das ich bewusst keine Bezahlung wollte und  das mir viel Spaß und Energie gegeben hat und meinem Klienten eine neue Sicherheit in sein Leben gebracht hat.

Ein Bekannter kam auf mich zu und bat mich, ihn für einen Job in meinem Netzwerk und Bekanntenkreis zu empfehlen.

Der Bekannte lebt erst seit einigen Jahren in Deutschland, hat berufsfremd einen Job angenommen, in dem er extrem wenig verdiente, bis zu 72 Wochenstunden arbeitete. Seine Frau und seine beiden kleinen Söhne, die er vor eineinhalb Jahren nachholte, bekam er kaum noch zu Gesicht.

Aus einem Umhören, wer für eine gelernte Fachkraft mit Abitur und noch etwas holperigen Deutschkenntnissen einen fair bezahlten und sicheren Arbeitsplatz gemäß seines Berufsstandes mit normaler Arbeitszeit hat, wurde ein komplettes Coachingprojekt.

Zuerst habe ich mir ein Bild verschafft, was er kann, wie und wo er arbeiten möchte und natürlich meine Kontakte gescannt, wer dabei hilfreich sein könnte. Im nächsten Schritt haben wir seine Bewerbung aufgesetzt und sind größtenteils persönlich zum Abgeben der Bewerbungsmappe vorbeigefahren, wobei ich ihn begleitet habe und als Mentor aufgetreten bin.

Für die drei zustande gekommenen Bewerbungsgespräche habe ich ihn gecoacht, ihm beim Verhandeln des Gehaltes Tipps gegeben und beim Zusammenstellen der erforderlichen Unterlagen wie polizeiliches Führungszeugnis, Bestätigungen der Krankenkasse etc. geholfen. 

Das Ausfüllen der Personalfragebögen ist für einen noch nicht perfekt Deutsch Sprechenden ebenfalls eine große Herausforderung.

Zu guter Letzt habe ich ihn beim entscheidenden Bewerbungsgespräch begleitet und für beide Seiten als neutrale, wohlwollende aber auch kritische Hilfe agiert.

Um es kurz zu machen: Er hätte bei drei Unternehmen anfangen können, zu jeweils Konditionen, die um ein vielfaches besser und fairer waren als sein bisheriger Arbeitgeber. Nun hat er seinen „Traumjob“ gefunden und das auch noch in der Nähe seines Wohnortes, so dass er demnächst wieder Zeit für seine beiden Kinder hat. Seine Frau hat sich durch diese positive Veränderung getraut, einen eigenen Minijob zu suchen, obwohl sie Angst vor der deutschen Sprache hat. Mit zwei neuen Jobs beginnt bei dieser Familie sozusagen ein neuer Lebensabschnitt, und darüber freue ich mich sehr. 

Diese Art von Hilfe sehe ich als meine Spende des Jahres an. Sonst habe ich mir zum Jahresende immer ein Projekt gesucht, das ich finanziell unterstütze, um einen Beitrag für ein besseres Miteinander zu leisten. Dieses Projekt allerdings macht mich besonders glücklich, denn meine „Spende“, die aus Zeit, Energie und Wissen bestand, ging zu 100% an den Empfänger und hat etwas möglich gemacht, was er allein nicht geschafft hätte.

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